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Vollmond-Wandern und Anderes

Der Wetterbericht ist hier genauso verlaesslich wie in Deutschland. Gott-sei-Dank! Der Regen blieb aus und wir konnten unseren Vollmond-Trip zum Chapman’s Peak starten.Riina, eine Studentin aus Finnland, und ich waren von Riinas Arbeitskollegin Cheryl eingeladen worden. Eine Laufgruppe von ca. 50. Personen laeuft hier 2- 3 mal die Woche und ab und zu auch in Vollmondnaechten!! Klasse! Darauf hatte ich mich riesig gefreut. Von Kenilworth oestlich des Tafelberges ging es in den Suedwesten auf die andere Seite des Tafelberges, vorbei am Kirstenbosch Botanical Garden Richtung Cape Point. Eine wahnsinns Landschaft! Total schoen! Leider musste ich mehr suf die Strasse schauen bzw. Cheryls silbernen Citroen im Auge behalten.

In Hout Bay sollte es losgehen. Wir waren zu frueh und Riina und ich haben estmal den Strand in Augenschein genommen. Klasse! Eine richtig schoene, romantische Bucht. Weisser Sand, tuerkises Wasser, leichte Wellen, rechts und links der Bucht Berge und links der beruehmte Cahpmans Peak Drive (eine an der Westkueste des Kaps in den Felsen geschlagenen Strasse von ca. 10 km Laenge ab Hout Bay Richtung Cape Point)leuchtete dank untergehender Sonne in grellem Orangerot. LEKKER!!!!Riina kannte nur die typischen Nordmeer-Muscheln aus Finnland, woanders ist sie noch nicht gewesen. Also hat sie erstmal alles aufgehoben, was nach Muschel aussah! Grins. Viele Leute waren mit ihren Hunden am Strand, ausserdem probierten sich ein paar Surfer im Wasser. Hinter uns reihten sich Cafes und Restaurants am Strand entlang – ach ja, so lebt es sich doch gut...

 Immer mehr Autos kamen zum Strand und 18 Uhr ging es los. Die meisten sind die Strecke gerannt, sind nur 5 km in eine Richtung, leicht den Berg rauf bis zum Chapman’s Peak. Riina und ich sind gelaufen. Was fuer ein Gefuehl!!!!! Es war ja bereits stockdunkel! Normalerweise haelt man (und besonders Frau) sich bei Dunkelheit entweder zu Hause, in einer Bar/ Kneipe/ Shopping Center etc. oder zumindest im Auto auf. Aber keinesfalls unter freiem Himmel! Wie haben wir das genossen!!!! Deutschland ist doch schoen! Nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, um ab und zu mal einen Blick auf Staeucher, Baeume oder Baboons zu werfen, sind wir dort durch die gegend spaziert. Der bewoelkte Himmel und teilweise die Sterne ueber uns, rechts auf der anderen Seite die Bucht, die mit ihren beleuchteten Haeusern einfach traumhaft aussah. Gegnueber die schwarze Shiluette der Berge und ansonsten nichts ausser den Stimmen und blinkenden Warnlichtern der Jogger. Amazing! Mir war gar nicht bewusst, wie sehr ich das vermisst habe!!!

Am Peak angekommen, erwartete und Cola, Wasser und Cheryls sehr nette Eltern. Cheryls Paps hat und gleich mal die Gegend gezeigt und uns die Erosionsprobvleme am Peak erklaert: Aehnlich wie auch am Tafelberg, kommt hier nach grossen Regenfaellen der halbe Berg runter, weil die Baeume und viele Straeucher durch Waldbraende alle verschwunden sind. Ausserdem ist hier ziemlich viel aus einer Art Sandstein und Wind und Regen tragen den Berg an der Seite zur Kueste ab. Das sieht zwar total genial aus. Aber weniger (Berg) ist hier eben nicht mehr. Ausserdem zeigte uns Cheryls Paps die Stelle, die hier „gerne“ zum Suizid genutzt wird – wie romantisch!

Um nicht drei Stunden nach den Joggern wieder in der Bucht anzukommen, nahm uns Cheryl ein Stueck mit runter und wir liefen die halbe Strecke zurueck. In Hout Bay angekommen tummelten sich die ganzen Laeufer bereits in einer Bar und liessen es sich gutgehen. Eine coole Stimmung! Der ganze Laden war gerammelt voll! 22 Uhr ging es zurueck. Was fuer ein Tag – LEKKER!

Ich werde mir hier evtl ein paar Laufsachen kaufen (gefaleschte, billige Nikeschuhe, die nach den 5 Monaten eine Foliensohle haben und dann auseinanderfallen, sind in diesem Fall genau das Richrige! J) und mich der Laufgruppe anschliessen. Jeden Sonntag morgen halb acht wird hier eine Stunde gelaufen, egal, welches Tempo und Start ist immer an einem anderen Strand. Cool. Da kommt endlich mal ein bisschen Tempo in den Tagesablauf.


Ach ja, am Samstag war ich mit Riina auf dem Lions Head. D.h. eigentlich nciht ganz. Sogesehen nur auf der Nasenspitze – hehe! Riinas Kjondition strebt gegen null. Sie hat in Finnland keine Berge, auch sonst macht sie keinen Sport und ueberhaupt faellt ihr Bewegung sehr schwer. Naja. Jedenfalls ahben wir 3 Stunden gebraucht. Mit Charmaine war ich in 1,25 Stunden wieder untern und wir sind bis zur Spitze gelaufen. Also nee, nee, nee! Fuer meine wochentlich Sporttour auf den Lions Head muss ich mir wohl jemand anderen suchen. Aber etweas gutes hatte es auch. Somit waren wir 3 Stunden draussen, konnten bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein einfach den Tag geniessen – also ich zumindest. Riina war mit laufen und wandern beschaeftigt. Wir haben viele Eidechsen und niedliche kleine Voegel beobachten koennen und uns auch mit einigen den Weg kreuzenden bzw. uns ueberholenden oder sogar schon wieder zurueckkommenden (!) Menschen unterhalten. Sehr schoen!!! Anschliessend haben wir es uns wieder an der Waterfront gemuetlich gemacht – ich liebe dises kleine Fleckchen Erde!!!!!

Dieses Wochenede wollen wir nochmal zur Hout Bay – den ganzen Tag, inkl. Schwimmen. Mal sehen, ob das was wird. Hier ist naemlich nun doch der Winter angekommen! Bisher war es ja ausser an vier oder fuenf Tgaen seit ich hier bin immer heiss und sonnig und wolkenlos – viel zu warm fuer Winter. Aber seit gestern ist es kuehler (10 – 18 Grad) und gestern hat es auch den ganzen tag geregnet. Lt. Wetterbericht soll das erstmal so bleiben. Das wird ne ernste Sache!!!!! Hier gibt es naemlich einige Factory Stores, in denen man sehr schoene und in Deutschland sehr teure Klamotten kaufen kann. Da ich nicht so an Museen interessiert bin, ist schoppen wahrscheinlich das einzigste, was hier neben Buecher lesen noch geht!? Na, schauen wir mal. Heute abend gehe ich erstmal mit meiner Kollegin Wardah ins Kino. „Over the Hedge“ – muss ich sehen! Letzten Freitag waren wir schon in „Mission Impossible III“. Cooler Film! Danch sind wir alle noch ins Opium gegangen. Da wir mit drei Autos unterwegs waren, sind wir zu unterschiedlichen Zeiten in den Club rein. Leider war Steven im letzten Wagen. Das Problem: Steven ist 20 und mache Tuerstehen scheinen doch ein Auge fuer sowas zu haben (Steven sieht aelter aus als 20). Also kam Steven nicht rein. Prima! 50 Rand Eintritt und ein Glas Wein umsonst!!! Megamaessig! Also woanders hin! Neues Ziel „Hemisphere“ – da ist Chic-Pflicht! Nix T-Shirt und nix Sneekers. Also alle nach dem Opium nochmal nach Hause um umziehen. Mann-o-Mann! Was tut man nicht alles....

Naja. Morgen ist Feisels (ein Inder aus Great Britain) und Rinus (Niederlande) Abschiedsfeier. Mal sehen, wo es uns hinfuehrt... Ich berichte dann wieder! Viele Gruesse aus dem kueheln wolkenverschleiertem Cape Town!!!!

Wisst ihr eigentlich, dass es gar nicht normal ist, die internationalen Filme in die eigene Landessprache zu uebersetzen? ich dachte bisher, dass sei in jedem land so?! In den Niederlanden laeuft jeder Film im Originalton mit Untertitel. Also franzoesischer Film in franzoesisch, englischer Film in englisch u.s.w.. Nur Trickfilme werden fuer die ganz Kleinen uebersetzt. Auch Serien wie "Friends" etc. kommen in der Originalsprache. Wir Deutschen muessen mal wieder alles uebersetzten! Kein Wunder, dass man erst ins Ausland muss, um Englisch gut zu lernen!!!!! :-) In Finnland kommt auch alles im Original, genau wie in Holland. Auch hier werden nur Filme fuer Kinder uebersetzt. Riina meinte, man hat in Finnland so wenig Sprecher, dass man in jeder Serie, Film o.ae., die doch mal uebersetzt wird, die gleichen Stimmen hat. Ist ja echt klasse!! Da klingt Bratt Pitt im Film 1 dann wie Jonny Depp im Film 2 und wie der Trickfilmbaer im Film 3. Echt interessant!!!! So, das mal am Rande. Wir Deutschen haben wieder mal alles bis ins letzte geregelt. Cool. Aber ich glaube in Frankreich und Spanien kommen die FIlme auch in der Uebersetzung ins Kino/ TV.... Es ist aber eben nicht ueblich. Wieder was gelernt....

13.7.06 09:23


Town Ship Tour

„10:30 Uhr”, sagte meine Mitbewohnerin Uli. Ich sage: 10:30 Uhr? Cooool!“. Darauf Uli: „Sorry, spaeter ging nicht.“ – Ja, so sind sie – meine Housemates! Halb elf ist naemlich hier noch Schlafenszeit. Vielleicht streunert auch schon jemand verschlafen in der Kueche rum. Aber Treffen um 10:30 Uhr? Das ist hier 'ne halbe Revolution. Haach neeee!

Jedenfalls sollte unsere Township Tour halb elf am Gardencenter starten. Pele, ein Bewohner aus den Townships, wollte uns (Anne, Uli, Jasmin et Moi) abholen. Ausserdem wollte noch ein neues Maedel aus Deutschland, Meike, mitkommen. Natuerlich rief Pele vorher an, er komme erst um elf. 100 % ein Kapstaedter - puenktlich geht nicht! Aber Pele ist hier ein Vorbild, er hat naemlich wenigstens angerufen und bescheid gegeben!!!!! Dazu spaeter mehr... (Ich sage nur Gavin!)

Wir waren in Langa, Nyanga, Khayelitsha und Philippi. Im Ersten oder Zweiten leben allein 450.000 registrierte (!) Bewohner. Alle sind natuerlich schwarz oder farbig. Dazu eine kurze Erklaerung. Nach weiss kommt farbig, dazu zaehlt jeder, der weder weiss noch schwarz ist, also Mischlinge, aber auch Inder, Asiaten, Araber etc.. Zu Zeiten der Apartheit waren alle Farbigen niedriger angesehen als die Weissen, innerhalb der Farbigen wurde abermals untergliedert. Heute versteht man unter Farbigen eher die, die nichgt ganz schwarz sind, also Mischlinge. Sie haben eher eine gute Bildung, einen Job und besserer Lebensbedingungen. Schwarze sind noch am Schlechtesten dran. Aus der Historie heraus, haben sie die meisten Nachteile erfahren und erfahren sie noch heute.

Zurueck zu den Townships: In Langa sind wir 1,5 Stunden herumgelaufen – bis in den kleinsten Ecken. Gleich am Anfang kam eine Kinderschar mir 5 – ca. 10 alten Jungen und Maedchen. Die Maedchen haben uns die ganze Tout ueber begleite (auf der Suche nach etwas, was sie abstauben koennen). Aber sehr suess!!! Haendchenhaltend sind wir also duech die „Strassen“ gelaufen. Relativ schoenen Steinhaeusern mit mini Vorgarten auf abgegrenztem Grundstueck stehen aneinandergereihte Wellblechhuetten gegenueber. Die Steinhaeuser gehoeren den Aerzten und Anwaelten (!!!!!!!!!!!!!) aus den Townships. Die Wellblechhuetten den Aermsten der Armen. Dazwischen findet sich alles an Haeuschen und „Huettchen“, was man sich so denken kann. Mann muss nur ein paar Meter weiter laufen und schon kommt man von einem Extrem ins Andere. In manchen Ecken gibt es Pfuetzen, mit gruenem Wasser. Dafuer ist der Schaum ringsrum schoen gelbbraun?! Ab und zu findet sich eine Reihe WCs am Wegrand (aehnlich Dixi – stinkt jedenfalls genauso). Ueberall rennen Hunde rum. Alte Blechtonnen werden als Oefen genutzt und in die Huetten gestellt. Das macht ehrlich sehr schoen warm! An Staenden (also Pappkisten, oder das, was davon uebrig geblieben ist) wird rohes Fleisch verkauft. Das liegt dann dort den ganzen Tag in der Sonne (Nicht LEKKER!). Ab und zu liegen noch nicht gerufte bzw. schon gerupfte Huehner auf einem Haufen oder im Dreck rum (Auch nicht LEKKER!). An jeder zweiten Ecke steht eine Art Grill mit Fleisch drauf – auch hier Volkssport (Braai – ebenfalls nicht LEKKER!). Ueberall laufen Kinder durch die „Strassen“, die Nasen laufen, manche haben Schuhe, manche nicht. Die Klamotten allerdings sehen immer recht neu aus. Von den aelteren Jugendlichen hat jeder prinzipiell ein Handy. Manche sind so teuer, dass ich nicht wissen moechte, wann die wem gestohlen wurden... In den besseren Townships sieht es eigentlich schon eher aus wie in einem kleinen Dorf mit kleinen Haeuschen, nur eben mit alten oder ungepflasterten Strassen. Die Jugendlichen rennen hier genauso rum, wie in der Stadt. Echt krass: Rechts und links der Strassenseite verschiedene Townships und gleich unterschiedliche Welten mit unterschiedliche finanziellen Verhaeltnissen. Einen Clubraum haben wir uns in einem der Townships ebenfalls angeshen. Name: „The White House“. Hier stehen kaum oder nur alte Stuehle und sonst nix an Moebeln drin, dafuer aber ein alter Pooltisch und eine Musikanlage, die bestimmt teuer war. S

olche Gegensaetze findet man hier oft. Vor den kleineren Steinhaeusern, die bestimmt nur 9 qm gross sind, steht doch oefters ein Auto (keine Rostlaube) oder die Menschen vor solchen Haeusern haben Nike- oder Pumaklamotten an. Was ich davon halten soll – keine Ahnung. Viele gehen arbeiten (eher die Farbigen), verdienen etwas, aber fuer eine Wohnung reicht es nicht. Aber Statusobjekte muessen eben auch hier her: My Car, my Cell Phone, my Shoes... und natuerlich my Girlfriend (Pele als einziger Mann mit fuenf –auch noch weissen – Frauen im Auto hat ueberall Aufmerksamkeit erregt!). Reicht eine nicht, dann eben mehrere. Prima! Die Jungs haben hier (Townships) ab 18 auch sowas wie eine Jugendweihe bzw. eher Mannweihe. Sie verlassen fuer ca. 2-4 Wochen ihr Elternhaus und gehen in ein Camp (eine Ansammlung von eher halb zerfetzten Zelten mitten in der Pampa) in der Naehe der Townships. Hier sind Maedels nicht erlaubt. Die Jungs bekommen erzaehlt, was sie fuer die Ehe wissen muessen (also quasi, was die Frau alles fuer sie machen muss. Ja, wirklich) und was sonst noch zum Mann-Sein wichtig ist. Wir fuenf Maedels haben mit Pele diskutiert, warum ein Mann mehrer Frauen und eine Frau nicht mehere Maenner haben darf. Fuer ihn geht das nicht. Nicht, weil er es ihnen goennt, aber er sagt, das geht nicht. Soviel zur Erziehung und Kultur. Naja. Bin ja Gott sei Dank nur Gast hier.

Was mir hier schon oefters passiert ist (auch in Cape Town), dass schwarze Kinder nach meiner Wasserflasche gefragt haben und diese dann begierig ausgetrunken haben (ich sage nur gelbgruenbraune Pfuetzen). In den Townships fragen manche Kids auch, ob sie in deine Handtsche schauen oder dein Handy oder deine Digicam mal genau ansehen koennen. Na KLAR! Leider muessen sich hier hier einige Kinder ihre Bildungchancen wirklich „verdienen“. Lt. Pele ist Kindesmisshandlung bzw. Prostitution v.a. in den aermeren Townships an der Tagesordnung. Da kommt der Onkel von 5 Huetten weiter und gibt gutes Geld fuer gewisse Dienste. Ab 12 Jahren ist das durchaus normal. Die Maedchen haben dann quasi immer die gleichen „Liebhaber“ – fuer mehrere Jahre. Unfassbar! Einfach unfassbar! 17:15 waren wir fertig. Also, sehr interessant! Sehr interessant.

Zum Abschied haben wir der uns begleitenden Kinderhorde Obst gekauft. Da war was los! Nix: "Baaehh! Ich will Suessigkeiten!" Die haben sich gefreut. Pele meinte, fuer einige von ihnen, ist das wahrschlich die einzige Mahlzeit an diesem Tag. Hm.... (Bilder massig im Internet. Habe keine Cam mitgenommen - die andern auch nicht. Sind ja nicht im Zoo - aehm, naja.)

 Nochmal kurz zu Kapstaedtern und deren Puenktlichkeit: Am Sonntag wollte ich FRUEH (!) mit Amelie ein zweites mal auf den Green Point Market, um super Bargains zu machen. Gavin hatte uns ja am letzten Sonntag ausgelacht, weil wir mittags – also zur Touristenzeit - auf dem Markt waren. Das sei wohl zu spaet. Deswegen wollte er mit uns diesen Sonntagt morgen hingehen. Amelie meinte schon, er gehe Sonntag morgens in die Kirche, es wird also eher spaeterer Vormittag werden. 14 Uhr waren Sie da. Nicht doch! Der Wahnsinn! Einfach unbelievable!!!!! Hier wartet man dann uebrigens einfach. Ein informativer Anruf ist hier unueblich – das mal am Rande rewaehnt. Aber da supergeiles Wetter war, hat mich und Anne das wenig gestoert. Wir haben einfach fuer den ganzen Tag faul auf der Terasse in der Sonne gelegen und unsere Hautfarbe etwas aufgebessert. 14 Uhr ging es also los... Knappe 50 Euro sollte ich am Ende ausgegeben haben. Ne Menge! Aber wieder einmal ist klar: Wer nicht handelt, verliert! 50% sind drin! Da wir so spaet waren, haben wir dann den Schlussrabatt mitgenommen. Einige, die noch nicht viel an diesem Tag verkauft haben, geben dann hohe Rabatte, nur um etwas Bargeld in die Kassen zu bekommen. Die Spitze waren 40 Rand fuer einen Guertel nach dem ersten Preisangebot von 200 Rand! Das nenne ich mal einen Rabatt! Das kann sich Germany mit seinen 3 % mal ne Scheibe abschneiden. Hehe! Jedenfalls muss Sven jetzt mit zwei Koffern anruecken. Der zweite ist fuer den Ruecktransport meiner Souvernirs bestimmt! Grins.

27.7.06 11:53


Cape Town - mal so zwischendurch

Freitag abend war ich nach ausgedehntem Shoppen im Century Citi (Canal Walk – das angeblich groesste Einkaufszentrum Afrikas. Da muss wohl die VAE nicht zu Afrika gehoeren) und nach einem ebenso ausgedehnten Suchen nach meinem Auto auf dem Parkdeck (warum ist der Eingang zum Parkdeck 8 gleich dem Eingang 5 ins Shopping Center und umgekehrt?! Und warum sind scheinbar 10 % aller Auto weisse Toyota Carinas?? ) ... wo war ich? Ach, ja:

Ich war mit Amelie, ihrer netten hochschwangeren Freundin Natascha und dem auch netten, nicht schwangeren Gavin (letztere beide Suedafrikaner) bei „FRESHLYGROUND“ in der Tafelbergtaverne - einem, wie schon der Name vermuten laesst, deutschen Restaurant mit groesserer Veranstaltungshalle dran. Hier gbt es so LEKKERE Sachen wie Kaesekuchen, Spaetzle und Gulasch. Nur deutsches Bier haben die hier nicht. Aber das stoert mich ja wenig... Jedenfalls entpuppte sich ein im Opium (Club) auf peinlichste, teilweise penetrante und definitiv stockbesoffene Art auf den Tischen und dirket vor Maedelsgruppen tanzender aelterer Herr (+50 oder gar +60??) als Manager der Bar. Ja, Manager - was fuer ein Aushaengerschild fuer Germany! Mann-o-Mann!

Freshlyground jedenfalls machen ganz coole Musi, sind wohl auch in Berlin zu bestaunen.

Was mir hier wieder einmal aufgefallen ist, ist dass bei den Menschen in CT nichts zaehlt ausser gemeinsame Interessen. Von <18 bis >50 war hier alles dabei, was zwei Beine hat – egal welche Nationalitaet, Alter, Klamottenstil etc.. In Jena hat man das ja eher selten. Wuerde sich hier in CT jemand die Partybilder ansehen, gaebe es kaum Kommentare zu Alter, Aussehen o.Ae.. Nicht so wie im OGS, wo die aeltere Schwester gleich mal mit einem Kommentar wie „Oh, Mutter und Tochter...“ beleidigt wird. Auch abends in den Clubs kommt einfach jeder, der Laune hat (ausser 13-jaehrige OGS-Tussies! Sorry ). Leute im Businessoutfit genauso wie der Jamaicaverschnitt oder scheinbar eben von der Zeitung auf der Strasse aufgestandene Herumtreiber. Wenn der 40-Jaehrige weggehen moechte, geht er halt weg. Da faellt hier kein Kommenatr, das ist normal. So einen Quatsch wie +25-Clubs gibt“s hier gar nicht. Meine Freundin Charmaine (sehr nette und v.a. PUENKTLICHE Suedafrikanerin) bestaetigt das. Ist wohl eine der Dinge, die Cape Town so charmant machen.

Mit Cahrmaine war ich am Samstag nochmal auf dem Lion’s Head. 40 Minuten rauf, 25 wieder runter! Als wir oben ankamen, hat mein Herz geklopt wie Sau. Die Frau muss in ihrem frueheren leben eine Antilope gewesen sein. Ich glaube, sie kann die Strecke im Schlaf gehen?! Huu! Endlich mal wieder Bewegung hier! Wenn’s klappt, nimmt mich Charmaine mal mit auf die Walking-, Jogging- und Biking– Competitions im Umland. Dann geht meine durch Joggen muehsam aufgebaute und vor Abflug echt kollosale Kondition nicht vollkommen verloren! Ich moechte schliesslich bald noch den Uhuru Peak besuchen...

 

19.6.06 08:59


Cape Town - die Zweite

Nun bin ich also um einen Mietwagen reicher und um ca. ein Monatsgehalt aermer. Naja, man goennt sich ja sonst nichts!  Ein weisser Toyota Corolla. Das Auto muss allerdings kaputt sein - alles ist auf der falschen Seite! Beim Blinken mache ich immer den Scheibenwischer an! Naja, das wird noch. Meine linke Hand lasse ich vorsichtshalberweise immer auf dem Schaltknauf, da kann es beim Versuch zu Schalten nicht passieren, dass ich mit der rechten Hand gegen die Autotuer knalle (Die Erfahrung hatten hier einige schon)!

Townhall (Rathaus):

townhall.jpg

Am Woe war ich mit meinen vier Mitbewohnern und ein paar anderen Leuten im Africa Cafe. Hier gibt es verschiedenste Raeume im Stil afrikanischer Laender inkl. eines einzigen "Produktes": Ein 9-Gaenge-Menu mit allen typischen Speisen aus ganz Afrika. Das Beste daran: Nachdem man beim letzten Gang doch kurz vorm Platzen ist, geht es erst richtig los. Alle leckeren Sachen koennen nach dem All-You-Can-Eat-Prinzip bestellt werden, solange bis man rausrollt!  Sehr zu empfehlen. Nebenher gibt es noch afrikanische Gesaenge und Tanz. Beim Bass der Trommeln rutscht das Essen dann wenigstens nach unten und platziert sich effizienter im Magen. Passt also noch was rein. Und das Essen ist wirklich seeeehhhhr lekker!

LEKKER ist hier uebrigens ein Ausdruck fuer alles Schoene, Coole, Huebsche u.s.w. Es kann also durchaus passieren, das man zum neuen Outfit "You are looking Lekker today" zu hoeren bekommt?!

Am Sonnatg waren wir kurz an der Waterfront, dem neben dem Tafelberg wohl bekanntesten Postkartenmotiv. Die Waterfront ist ein altes Hafengebiet, aufgemoebelt zu einem idyllischen, kuenstlerisch angehauchten Fleckchen Erde direkt am Wasser. Hier gibt es mehrere Shopping Center, kleine niedliche Laeden, haufenweise Restaurants und Fast Food Stores, eine Theaterbuehne, viel Musik, kuenstlerische Darbietungen, freche Moeven, Meeresrauschen, 'nen hammer Ausblick auf den Tafelberg und vieles mehr. Die Waterfront hat sich jetzt schon zu einem meiner Lieblingsplaetze gemausert. Ich war allerdings noch nicht oben auf dem Tafelberg...

waterfront.jpg

Anschliessend waren wir noch im Norden CT's im "Canal Walk", dem angeblich groessten Einkaufszentrum Afrikas. Es ist vergleichbar mit den Shopping Malls in den USA, v.a. der Food Court (alles an Fast Food, was geht) ist aehnlich gross und zentral gelegen (man muss eben Prioritaeten setzen. ) die. Nur die Leute sind hier nicht so fett. Grins.

So, das mal bis hierher. Bin ja schliesslich zum Arbeiten hier (Bin die Assi der Financial Directorin). Meine Chefin ist krank. Bin quasi der Chef in "meinem" Buero.  Ciao!

31.5.06 10:00


Der Anfang vom Ende!?

Was mit schoenem Wetter und staufreier Autobahn angefangen hatte, entpuppte sich als irgendwie miessester Tag meinen ganzen Lebens! Kaum am Flughafen in Frankfurt (und nach weiteren ca. 25 km Wandern im Flughafengelaende) angekommen, eroeffnete mir die nette Dame am Schalter, dass ich mein Gepaeck-Gewicht mit 34 kg 'leicht' ueberzogen haette. Naja, macht ja nix, dachte ich, wird ja wohl bezahlbar sein. Eines Anderen belehrt, beschloss ich, statt 450 EUR (!) fuer laeppische 9 Kilo zu viel doch lieber einen zusaetzlichen Rucksack fuer's Handgepaeck zu kaufen (die 9 Kilo waren schon Kulanz, eigentlich waeren es 14 gewesen - 700 EUR!). Netterweise befanden sich die Taschenlaeden alle im Ankunftsbereich . Aber so ein bisschen Stress kann Frau ja gut vertragen. Gottseidank hatte ein Klamottenladen brauchbares Gut und ich ergatterte fuer 50 EUR einen netten Rucksack (es ist wohl ueberfluessig hier zu erwaehnen, dass ich in Jena zwei Tage nach einem Rucksack gesucht habe, brauchbare Stuecke gefunden und mich dann doch dagegen entschieden habe! Sven kann bestimmt ein Lied davon singen. Grins). Den neuen Rucksack haben Sven und ich dann mit allem, was schwer ist, zugepackt und haargenau die Kulanz-25-Kilo-Grenze fuer das Gepaeck hinbekommen. Meine Nerven waren am Ende! Ich haette viel lieber noch etwas Zeit mit meinem Schatz verbracht, statt solch  zeitraubenden Taetigkeiten nachzugehen. Nach mega Schluchtz- Heul- Elefantentraenen- Abschied eilte ich zum Flugzeug. Dort wurde ich bereits erwartet - ich war die Letzte - UUUUPS! Als ich drin war, ging es auch gleich los. Netterweise gehoerten mir zwei Plaetze am Fenster ganz allein. Nach 8 Stunden wusste ich trotzdem nicht mehr, wie ich mich legen, setzen oder sonstwas sollte. "KingKong" hat mich auch nicht sonderlich getroestet - obwohl der im 20x15 cm-Format ja eher niedlich als furchteinfloessend ist. Aber da der Flug ueber Nacht ging, habe ich dann auch geschlafen - ohne mein Trost-Plueschtier  Eni (dieses kam, weil schoen leicht, zu Gunsten schwerer Kosmetik und Technik etc. aus dem Handgepaeck in den Koffer). Also musste ich mich mich warmen Gedanken begnuegen. Morgens 3:30 Uhr geweckt, gab es lecker Happi-Happi und 5 Uhr landete ich in CT. Es regnete. Nett. Aber Karin - meine Betreuerin - holte mich ab und erfuellte mit ihrem frohen Gemuet meinen unausgeschlafenen, wehmuetigen und zum Platzen gespannten Morgen.

In meiner Umterkunft angekommen, machte diese dem bescheidenen Namen  Villa Renzi alle Ehre! Auf zwei Etagen waren drei Schlafzimmer, zwei Baeder, drei Terassen, eine grosse Kueche und ein sehr schoenes, grosses Wohnzimmer verteilt - inkl. kompletter Ausstattung bis zu Handtuechern, Waschmaschine, HiFi-Anlage mit DD und allem, was man sich so wuenschen kann (mir gefaellt besonders der 1,80 x 1,80 m grosse goldene Wohnzimmertisch). Die erste Person, die mich begruesste, war Avenzia, unser Hausmaedchen. Na, echt mal! Krasse Sache! Zu erwaehnen sind alledings auch die vergitterten Fenster, das Eisentor vor dem Carport und die vier Schloesser an den Eingangstueren! Da gewoehnt man sich aber dran. Meine Mitbewohner, zwei deutsche Maedels Ilka und Uli und zwei niederlaendische Jungs Steven und Rinus sind sehr nett. Gequatscht wird - soweit das Vokabular ausreicht - auf englisch. Aber Steven und Rinus verstehen auch viel deutsch. Teilweise reden sie auf Dutch - da haben wir dann was zu lachen!

Ach ja. Eine neue Vokabel konnte ich gleich lernen: Powercut. Das heisst soviel wie Stromausfall und kommt hier haufiger vor. Erst gestern wollten wir den Heizer anschalten, um es uns ein wenig gemuetlicher zu machen. Dabei sind die Anlage, der Fernseher und zwei Deckenleuchten ausgegangen. Das war also der erste Vorgeschmack. Im Abendprogramm kommt halbstuendig der sog. Poweralert, eine Skala von gruen ueber gelb, ornage bis rot, wie nah die Stadt am Stromausfall ist, inkl. Hinweisen, bitte alles nicht benoetigte elektronische Geraet auszuschalten. Witzig!

Ansonsten kann ich nur sagen: CT ist eine sehr schoene Stadt! Die verschiedenen Baustile geben der Stadt ein cooles Flair. Die Lage ist traumhaft! Der Tafelberg - egal ob bei strahlend blauem Himmel, bei der Morgen- oder Abendsonne oder bedrohlich eingehuellt in Wolken - ist sehr beeindruckend! Der Wahnsinn! Morgens auf dem Weg zur Arbeit kann ich vom Highway ueber die in Nebel gehuellte Stadt schauen, auf der anderen Seite in leuchtendem Orange der Tafelberg... Ich kann verstehen, warum einige hier leben wollen oder CT als eine der schoensten Staedte der Welt bezeichnen.

26.5.06 15:58


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