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Aller Anfang ist schwer...

Also, ich fühle mich wie zu DDR-Zeiten... ich habe zwar einen TV. Was aber nicht heißt, ich hätte ein Fernsehprogramm. Was als Standard über den Bildschirm flattert, ist unter aller Sau! Da ich weiß, dass ab 19 Uhr ZDF über einen Channel zu haben ist, habe ich meinen Stuhl vor den Schrank gerückt und die Antenne so lange in alle Richtungen verwurschtelt, bis ich diesen Kanal gefunden hatte. Ton 1A, Bild eine glatte Fünf! Mist. Mittlerweile habe ich ein akzeptables Bild erdreht. Dafür stand ich bestimmt 20 Minuten auf dem Höckerchen. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich im übrigen dadurch, dass meine Person auf dem Stuhl Einfluss auf den Empfang hat und sich beim Absteigen vom Stuhl das Bild ändert. Klasse! Aber was tut man nicht alles für ein wenig Heimatgefühl...

Ansonsten ist aller Anfang recht schwer. Momentan kenne ich noch nicht allzu viel Leute. Prevesh ist einer der wenigen, die partymäßig meinen Geschmackn treffen. Deswegen geht noch nicht so viel diesbzgl.. Vorhin war ich mit zwei netten Mädels in meinem Lieblingsrestaurant „Chef Pon’s Asian Kitchen“. Beide wollen früh zu Bett gehen. Ich bin also wieder zu Hause. Ich schaue stolz mein erdrehtes ZDF. Wisst ihr, was Samstags abends auf ZDF läuft? Nein? Carmen Nebel. Oh mein Gott. Gerade kam was über Riverdance. Dafür kann ich mich ja noch begeistern. Nun läuft Andrea Berg. Ich glaube, ich sterbe. Gut, dass ich mein Notebook dabei habe. Gestern war ich übrigens im Kino. Das ist an üblichen Freitagen eigentlich entweder die „Vorspeise“ oder ein No-Go...

 

Heute (Sonntag) bin ich mit Elisabeth, meiner Nachbarin aus Schweden, zum African Market gelaufen. Der Wahnsinn. Ich glaube, ich bin in den 6 Monaten letztes Jahr nicht so viel gelaufen! Meine Wohnung liegt an großen bzw. beliebten Strassen, hier ist man zu zweit total sicher. Nach dem Marktbesuch haben wir uns ein nettes Plätzchen in der Sonne im Newscafé gesucht, ein Körnerbrötchen im Delikatessenladen „Giovannies“ geholt (Körnerbrötchen gibt es hier sonst nicht, alles an Brotähnlichem ist zuckersüß und butterweich). Danach haben wir uns mit Prevesh und Wasu getroffen. Ein total schöner Tag. Was habe ich davon. Natürlich. Gleich mal den ersten Sonnenbrand. Ich weiß nicht, was die Südafrikaner mit der Ozonschicht gemacht haben oder ob die Luft hier am Kap einfach nur so klar ist... Wahnsinn! In Preveshs Zweisitzer sind wir dann zu dritt zurück gefahren Das ist weniger zu empfehlen. Ich habe zwar meinen Sonnenbrand auf der Stirn gekühlt und ein kostenfreies Facelifting inkl. neuer Frisur bekommen, weil ich auf dem Mittelsteg saß und unerheblich aus dem Cabrio über die Frontscheibe herausgeragt habe, hehe. Ist eine ganz schön verkrampfe Haltung! Polizei war Gott sein dank keine da. Trotzdem ist es insgesamt angenehmer, zu acht in einem normalen PKW zu fahren – finde ich jedenfalls... Abends haben wir bei Prevesh mit lecker Kauai-Thai-Vegi-Wrap Harry Potter geschaut. Nun liege ich auf meinem Bett. Mein Nacken brennt. Ich bin müde.

 

Heute (Montag) ist ein eher typischer Wintertag, d.h. etwas zu kühl für Flip Flops plus dünnem Pullover aber zu warm für feste Schuhe und Jacke. Mein rotes Gesicht kann sich erholen. Ich bin früh aufgestanden und im Internatcafe verschwunden. Zufälligerweise arbeitet meine Ex-Kollegin und liebe Freundin Wardah um die Ecke und wir haben uns zum Kaffee getroffen. Sie hat mir ihren Wagen gegeben, so konnte ich fix einkaufen fahren. Ich muss echt sagen, ich fahre Linksverkehr mittlerweile sicherer als Rechtsverkehr????? Als ob ich in den vier MOnaten in Germany nie Auto gefahren wer? Genial! Im Garden Center habe ich gleich per Zufall meinen anderen Ex-Kollegen und lieben Freund mit seinem Sohn getroffen. Er wohnt bei mir um die Ecke. Hach, ich liieebe es! Cape Town ist eigentlich nicht größer als Jena. Die Kommunities haben ihre Ecken und dort läuft man permanent Freunden, Bekannten und zumindest bekannten Gesichtern über den Weg. Im Moment liegt ein weißer zarter Nebel über Cape Town, als ob es gleich anfangen wollte, zu schneien?! Ich schreibe ein paar Emails und warte auf meinen Mietwagen für die nächsten 2 Wochen. 

 

Es ist 11 Uhr morgens, mir knallt die Sonne auf den Rücken. Heute sollen es 27 Grad werden, fühlt sich schon so an. Gestern war auch ein super warmer Tag, allerdings windig. Heute (Donnerstag) fange ich erst 12 Uhr an. Ich konnte schön mit Prevesh kuscheln und laaange ausschlafen. Ich bekomme heute die Einweisung in mein Team und meine zukünftige Arbeit. Gestern war der erste Tag. 5 neue Leute fangen an. Ein älteres Päärchen, die schon ein Guesthouse in Tableview haben und zwei jüngere, die wegen des Partners hierher gekommen sind und natürlich ich. Der erste Tag war sehr interessant. Die Leute sind nett, der Altersdurchschnitt sehr niedrig, die Atmosphäre entspannt. Natürlich ist die Arbeit hart. Mit Bonus, Überstunden- oder Abends- bzw. Samstagszuschlag kann man auch ganz gut verdienen. Mal sehen, wie das läuft. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstuio für 8 Euro ist drin und es gibt seit kurzem einen „Beach-Wednesday“, d.h. der Mitwoch kann bezahlt frei genommen werden, um auszuspannen. Das gilt nur für Vollzeitkräfte, weil 5 Tage nacheinander 8h Durchtelefonieren dich voll umhaut. Das Management rechnet damit, dass so insgesamt effektiver verkauft werden kann. Mal sehen. Das gilt leider erst nach 2 Monaten Betriebszugehörigkeit. Es gibt hier kostenfrei Wasser, Tee und Kaffee. Die geben sich schon Mühe, es den Call Center Agenten leichter zu machen. Mir ist aufgefallen, dass ziemlich viele hier Rauchen. Ich hoffe mal, ich lasse mich nicht anstecken. Bei dem Gehalt sind die eigentlich preiswerten Zigaretten plötzlich ganz schön teuer, haha. Ab Montag fange ich sicher richtig an, zu telefonieren. Mal sehen, was nach der ersten Woche mein Kopf sagt. Prevesh fliegt am Freitag für 10 Tage nach China/Shanghai und andere Orte. Ich vermisse ihn jetzt schon. :-) Seine Wohnung ist langsam fertig, dieser China-Trip gebucht, er wird etwas entspannter. Die letzten Tage hatte er sichtlich Mühe, mich in seinem Zeitplan unterzubringen und sich gemütlich am Abend zu entspannen. Das wird gerade wieder besser. Schön! Seine Familie brütete gerade eine Grippe aus, ich hoffe, das springt nicht auf mich über... Übrigens habe ich nun für 2 Wochen ein Auto. Erst einen Mazda, nun einen Opel. Die Studenten-Autos hier sind echt krass. Wie sehr ich doch die Servolenkung unseres Mitsubishis vermisse... Der Schaltweg beim Opel ist total kurz- das fetzt! Ansonsten ist er nicht mehr so ganz i.O.. Ich bin bei 40 im 4. Gang und bei 60 im 5. Gang geahren. Bei 80 ist er schon bei über 2.500 Umdrehungen. Ausserdem geht die Tankanzeige nicht. Dem Vermieten zufolge, sei der  Tank anfangs voll gewesen, ich solle nach spät. 500 km nachtanken. Jaja, wer’s glaubt... Ich tanke morgen voll, mal sehen, wie viele Liter fehlen. Hier versucht ja jeder zu sparen und zu besch.... Das Autoradio habe ich gleich mal rausgenommen, damit das nicht jemand anderes macht, der das Auto gar nicht gemietet hat. Hihi. Naja, 2 Wochen wird er ja wohl schaffen, mein Süßer. Danach werde ich erst einmal für 2 Monate ohne Auto versuchen, mal sehen, wie das klappt. Wenn dann nach Visa-Erledigung das erste Geld kommt, kann ich ja noch mal über einen Autokauf nachdenken.

Ich habe vorhin mein Zimmer „aufgeräumt“. Reg, Karins Mann, kommt nachher mit einer Horde Typen vorbei, die wegen Ungeziefer sprühen. Eine Mini-Kakerlake habe ich schon entdeckt. Aber in den 6. Stock verlaufen die sich eh nicht so sehr. –Gott, ist mir warm, was für ein Herbst!!!

Auf Arbeit kann ich übrigens Internet und sogar das Skype-Telefon benutzen. Es ist jedoch zu diesem Zweck nur ein PC freigeschalten, damit man auch wirklich arbeitet. Also bin ich eher nicht jeden, sondern viel. Jeden 3. Tag im Internet. Habt also etwas Geduld. So, ich gehe nun auf Arbeit. Mann, dann bin ich um neun zu Hause, na toll.

 

Es ist nun 21 Uhr. Ich bin platt! Bis auf Ausnahmen habe ich heute 7 Stunden zwei meiner neuen Kolleginnen beim Telefonieren zugehört. Ich fühle mich sehr an die Beraterzeit erinnert: gleiche interessante, lustige oder nervige Situationen, gleiche Antworten, gleiche Ausreden, gleicher Stress. Das kann ja was werden. Besonders stressend ist, den ganzen Tag einen Kopfhörer auf dem Ohr kleben zu haben. Das empfinde ich als sehr unangenehm! Mir schwirrt der Kopf. Ich habe Tunnelblick. Wahnsinn, nur vom Zuhören.  Morgen fange ich an zu telefonieren. Das Schöne ist, etwas zu tun zu haben. Ich hasse es so dermaßen, ohne Aufgabe zu Hause zu sitzen. Was mir auch gefällt, ist das Verpflegungsangebot. Kaffee, Tee und Wasser hatte ich ja schon erwähnt. Dazu kommen noch Süßigkeiten und v.A: die Mini-Bar, an der eine nette Lady bis 16 Uhr allerhand Sachen preiswert verkauft, außerdem gibt es jeden Tag ein Mittagsspezial. Heute z.B. Chicken Curry. Ich habe einen großen Thunfischsalat für 12 Rand (1,30 EUR) gegessen. Mit meinem geschrumpften Magen habe ich den noch auf Mittag und Abendessen verteilt. So wird erfolgreich gespart. Das lerne ich hier definitiv – Autos fahren und Geld sparen!!! Grins. Nächste Woche haben wir übrigens ein Teammeeting. Da geht es abends nach 20 Uhr Dienstschluss im Asian Kitchen Abendessen (Juhuuuu! Mein Lieblingsrestaurant), danach zum Feiern noch irgendwo hin. Und Calls United übernimmt bis zu einer gewissen Höhe die „Spesen“.

 

Gestern abend habe ich von meiner eh schon kleinen Pizza nur zwei Stück gegessen. Prevesh hat den Rest wie immer aufgegessen, mit der Erklärung, nichts verschwenden zu wollen. Aufgewärmtes wird ja nicht gegessen! Dafür ist man(n) zu fein. Da hilft auch das Argument nicht, dasss es teilweise beim Aufwärmen besser schmeckt. An seine Putzfrau wollte er es aber auch nicht geben. Das käme gar nicht in Frage. Komisch. Verstehe ich nicht. Wir sind schon aus dem Restaurant raus gegangen und haben die Reste dem armen Auto-Bewacher gegeben. Ich weiß leider nicht, ob das nun eher Preveshs Eigenart oder eine weit verbreitete Art ist... Die Putzfrau in Preveshs und Malons Haus putz div. Sachen übrigens täglich. Zum Beispiel das Bad. Darüber regte sich Prevesh gestern auf. Als Natasha dann sagte, die Putzfrau langweile sich sonst, weil sie ja nicht den ganzen Tag was zu tun hätte, fragte ich erneut, warum jemand eine 5-Tage-die-Woche-Putzfrau habe , wenn er sie nicht braucht. Tja, die Erklärung von Prevesh: Sie können es sich leisten und die Putzfrau braucht nen Job. Naja, die Arme ist bestimmt keine 25 Jahre und wohnt die Woche über auf dem Grundstück in einer Art Gartenlaube. Nur am Wochenende geht sie nach Hause. Sie hat ja hier niemanden, mit dem sie reden kann. Das ist pure Isolation! Was macht sie in ihrer 3x4 Meter Laube, wenn sie nicht im Haus putzt, bügelt, wäscht??? Ich finde das krass, aber aus ihrer Sicht wahrscheinlich der Luxus pur. Komische  Welt, Gegensätze direkt nebeneinander.

 

Im Übrigen schaue ich gerade wieder ZDF. Dass da Bild kaum funktioniert, macht nix, wie immer schaue ich nicht TV, sondern höre nur und bin nebenbei beschäftigt. Ach ja, und mein Zimmer riecht leicht nach irgend etwas, was man nicht als unangenehm bezeichnen kann, die „Kammerjäger“ waren ja heute mittag da. Es wurde, soweit ich feststellen konnte, auch nichts geklaut (ich habe ja auch auf Reg’s Anweisung vorher alles Zeugs in Schränken verstaut. Hehe). Jetzt laufen Nachrichten – wie angenehm!

 

Ich hoffe, euch allen geht es gut. An den eine oder anderen muss ich schon immer mal denken, v.a. an meine lieben Freunde, einige Kollegen und natürlich meine Familie. Ich hatte schon mit einigen seit ein paar Monaten in Kapstadt lebenden jungen und älteren Menschen gesprochen. Die Meinungen sind sehr unterschiedlich. Teilweise sehr niederschmetternd. Ich springe bisher immer zwischen nur ein Jahr hier bleiben und doch 3-4 Jahre hin und her. Also, es ist immer noch sehr spannend. Aber ich bin ja auch erst eine Woche hier.

 

Ach ja, meine Adresse... Ich habe erfolgreich eine Postkarte aus Paris erhalten! Sie wurde nicht geklaut. Das System ist hier sehr einfach. Unten am Empfang steht ein Korb mit allerhand Briefen oder sonstiger Post drin. Jeder nimmt sich, was er denkt, nehmen zu müssen. Einige Briefe liegen schon die ganze Woche dort. Also, wenn mir jemand etwas zusenden möchte, bitte nur an diese Adresse, wenn es nichts ausmachen würde, wenn es nicht ankommt!

Ansonsten bitte an

 

Calls United

Marlen Böhm persönlich

Vrede Street 6-8

8001 Cape Town

South Africa

 

Es ist übrigens immer noch voll warm. Wenn der Drei-Tage-Rhythmus vom letzten Jahr noch existiert, müsste es morgen etwas schlechter werden, weil es drei Tage sehr sonnig und warm war. Dann am Wochenende für 3 Tage wieder schön.

 

Viele liebe Grüße aus der Kloof Street!

Marlen

24.4.07 09:42
 



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