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Ich liiieebe diese Stadt!!!!!

Wenn alles klappt, geht es Ende Juni Bungee Jumpen – von der zweithöchsten Bungee Stelle der Welt!!! Juhuuuu! Wir fahren Samstag morgen 500 km die Gardenroute nach Tsisikamma National Park, hüpfen alle einmal runter, dann Übernachtung dort und am Sonntag wieder 500 km zurück. Ich liebe solche bescheuerten Aktionen!!!!! Momentan habe ich übrigens Heißhunger auf Orangen. Hat da jemand eine Erklärung für? Hier gibt es Monster Orangen Beutel mit 15 Stück oder so, kostet sage und schreibe ca. 1,20 Euro. Ich habe den Beutel vorgestern Abend gekauft, 2 Orangen sind noch drin. Ich kaufe nachher noch einen... Komisch...

Gestern abend war ich zu einem Charity Dinner im high society Hotel „Arabella Sheraton“ der Stadt eingeladen. Das Ticket kostete 500 Rand (vergleichsweise preiswert, wenn ich an sowas in Europa denke, aber hier kann man für das Geld mit 7-10 Leuten essen und trinken gehen). Das gab wieder mal Probleme: Was ANZIEHEN???? Langer schwarzer meegaeleganter Samtrock mit schwarzem oder tuerkis-indischem Oberteil oder kurzes chices schwarzes Kleid, in dem ich mir den Ar... abfriere???? Punkt zwei: Nach dem Dinner gingen wir natürlich ins „Hemisphere“ feiern und tanzen. Da hätte der Samtrock den kompletten in Bier und anderes Gesöff getränkten Boden gewischt. Huääääää! Eeeeeklig. Meine liebe Nachbarin aus Schweden, Elisabeth, steht sehr auf „Mr. Price“-Klamotten, das ist wesentlich billiger (auch Qualität) als H&M. Deswegen hatte Sie nix passendes hier im Schrank. Deswegen ist sie am frühen Abend noch fix los, um sich ein Kleid zu kaufen. Sie hat 2 Stunden, wenn sie pünktlich sein will. MISSION IMPOSSIBLE! Es gab den besten Lachs, den ich je gegessen hatte. Ich glaube, perfekter kann ein Koch einen Fisch nicht machen. DELICIOUS!!! Ansonsten gab es lecker Vorspeise (Hühnchen mit Gorgonzola und Salat (meine Freundin hat natürlich das Hühnchen gegessen) und Nachspeise (Aprikosentörtchen OHNE Sahne, mit Chilimarmelade – sehr lecker), sowie interessantes Paprikabrot und Chiabatta vor den Gängen. Super lecker war der Begrüssungssekt, der war im Abgang richtig würzig, nicht süß. Sehr gut! Ansonsten gab es eine Versteigerung von 4 Bildern (eines hätte ich gekauft, hätte ich 1600 Euro gehabt).


Übrigens ist der Call Center Job sehr interessant. Mein Team hatte bisher auf einer Kundenliste in NRW telefoniert. Danach hatten wir „Middleager“ aus BW, nun Senioren aus BW, zwischendrin mal Berufstätige aus Berlin und BB. Es ist interessant, die verschiedenen Dialekte zu hören und besser zuordnen zu können. V.a. aber ist die Mentalität extrem verschieden?! Das hätte ich so nie gedacht. Man ruft in einem anderen Bundesland an und die Art der Leute, auch wie sie am Telefon reagieren, ist so unterschiedlich. Natuerlich knn es auch echt mal sein, dass man einen Schwaben dran hat und nur die Hälfte versteht. Meine Kollegin hat es mal geschafft, sich 25 Minuten nett mit einem Schwaben zu unterhalten, ohne wirklich etwas verstanden zu haben. Nee nee nee. Dann gibt es ältere Senioren, die ihren Partner pflegen und wenig Rente haben und sich trotzdem für eine menge gute Sachen engagieren. Und dann gibt es jüngere Menschen, die ein Haus und einen Job haben und erklären, sie wären so arm. Ich bekomme hier einen guten Überblick über Renteneinkünfte in Deutschland und über unsere Mentalität, nicht zufrieden zu sein. Es gibt Menschen, die erklären, sie müssen in ihrem Wochenendehaus das Dach reparieren oder auch Leute, die aus dem Winterquartier in Spanien zurückkommen und hätten nun kein Geld und regen sich über ihren wirtschaftlich schlechten Stand auf. Lustig. Ich habe mit Rentnern gesprochen, wo die Frau die Kinder großgezogen hat und beide Partner dewegen nur von der Rente iHv 1200 Euro des Mannes leben und dann auch Witwer, die sich aufregen, dass von 1900 Euro Rente kein Platz zum Leben bleibt. Tja, es ist eben alles relativ.

Vor ca. 30 Minuten war hier blauer Himmel und Sonnenschein, deswegen bin ich doch schon aufgestanden, obwohl nur 4h Schlaf. Innerhalb von 10 Minuten ist hier die Hammer Nebelwand aufgezogen. Ich kann vielleicht 100 Meter weit sehen. Also Zeit, wieder Schlafen zu gehen....

Das hatte übrigens prima geklappt. Als ich 10:30 Uhr wieder aufgewacht bin, hat mich die Sonne aus einem strahlend blauen Himmel angelacht. Ich habe mir fix Bran Flakes zum Frühstück gekauft. Frühstück im Bett in der Sonne... Genial!!!! Danach ging es mit Prevesh Möbel shoppen. Ausserdem hat sich der Gute füer einen Monster Flachbildschirm entschieden. Der kostet mal eben das Fünffache meines Netto-Monatsgehaltes. Hach ist die Welt schön. Lach! Im TV_Laden haben wir seinen Kumpel getroffen, auch Inder, ein Anwalt (Na was sonst, steht ja nur Arzt, Ingenieur oder Anwalt zur Auswahl – diese Angeber Grins). Sein Freund hatte sich ein Anwesen in Constancia ersteigert, füer schlappe 4,5 Mio. ZAR. Das gleiche Teil hätte bei uns in der richtigen Lage 4,5 Mio. Euro gekostet. Ein riesen Bau mit 3 Schlafzimmern und einer Suite, alle mit extra Bad. Ausserdem eine riesen Party-Area mit Bar, Pool, Grillplatz und Pool-Table und ein ausgedehntes Wohnzimmer mit Kamin. Auf meine eher dumme Frage, wie man den riesen Raum warm bekommt bekam ich die Antwort, es waere alles komplett mit Fussbodenheizung versehen. NA schön, hätte ich mir ja denken können. Im Garten gab es übrigens das Highlight: EIN RIESEN TRAMPOLIN! Ratet mal, wer da ganz fix seine Absatzschuhe losgeworden ist und eine Runde im Garten rumgesprungen ist?! Das macht mal Spass!!!!! Leider sind solche reichen Fuzzis etwas anders gepolt. Das ganze Grün im Garten (Bäume, Sträucher etc.) ist nicht willkommen, weil man ja dann den Blick auf den Tafelberg nicht hat. Ausserdem eignet sich da riesen Grundstück, um da mindestens ein Golfloch zu platzieren. Schade. Von den Vögeln und Schmetterlingen, die sich da im Moment rumtreiben wird wohl nach dem Kahlschlag nix mehr übrig bleiben. Erinnert mich an Jena Paradies/Oberaue. Irgendwelche Idioten sind ja auch hier der Meinung, alles wegputzen zu müssen, damit man den Raum sehen und genissen kann. Toll. Da kann ich mich auch auf den Eichplatz stellen. Beknackt. Na gut. Sonntag sind wir nach einem ausgedehnten Frühstück im Arnolds mit Prevesh zu viert nach Kalk Bay gefahren und haben uns dort die vielen süssen Antiquitätenläden und Buchläden reingezogen. Total schön!!!! Dann gab es eine Autorunde um die Kaphalbinsel, inkl. Rotwein, den wir füe Prevesh testen sollen. War witzig. Mittag gabe es dann 17 Uhr in der Kloof Street bei einem Italiener (Name vergessen, gegenüber vom 7Eleven am oberen Ende der Kloof), die beste Pizza, die ich bisher hier gegessen habe. Nach der Pizza in Preveshs Appartement, Aussicht geniessen, danach ins Buena Vista Social Cafe auf einen Drink und anchließßend habe ich mich noch im Davincis mit dem Arnolds-Waiter getroffen und wir haben bis 1:30 Uhr gequatscht. Cool. Ich liebe solche verschwenderischen nichtsnutzigen Tage. Leider ist meine Wäsche nun nicht gewaschen und ich war wieder nicht 4 h im Internet. Gott-Sei Dank habe ich am Mittwoch meinen ersten freien BEACH-DAY. Heute ist quasi Donnerstag und Morgen Freitag, dann Samstag und wieder Donnerstag und Freitag. Ist das nicht genial?! Montag und Dienstag gib es vorerst nicht mehr. Cool!!! Nach Early-Bird-Frühstück im Arnolds (Kostet nur die Hälfte) werde ich gleich um 9 ins Internet Cafe gehen. Endlich! Übrigens habe ich nun meinen täglichen Thunfischsalat auf Arbeit in Eier mit Toast und Cottage Cheese bzw. Pellkartoffeln mit Cottage Cheese getauscht. Ich esse nun für 0,80 Euro Mittag. Wenn das mal nicht klasse ist!!!!! Übrigens habe ich mir vorhin einen zweiten Sack Orangen gekauft, wieder 1,20 Euro. Toll.

Übrigens könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen, wie lustig die Arbeit im Call Center manchmal ist. Wenn man manchmal seinen Kollegen so zuhört, lacht man sich halb schief! Letzte Woche musste ich 20 Minuten Pausieren, weil ich einen Lachkrampf hatte und somit nicht mehr telefonieren konnte. Wir erkundigen uns ja hier, ob eine vom Kunden bestellte Broschuere interessant und hilfreich war. Heute meinte ein Kunde zu meinem Kollegen „Ja, habe ich die denn überhaupt erjhalten??“. Darauf mein Kollege total trocken: „Das weiss ich doch nicht?! Das will ich ja von Ihnen wissen!?!“. Ich hätte mich wegschmeissen können. Gott sei Dank habe ich gerade nicht telefoniert... Wir sind so ein tolles Team, teilweise zu witzig. Gerade an langen Tagen, wenn jeder mit den nerven am Ende ist, ist die Lachkrampfgefahr ziemlich hoch. Das ist wie in der Schule, wenn nix mehr geht. So witzig. Komischerweise verkauft man dann besser. Die positive Laune ist ansteckend. Heute habe ich eine Belobigung bekommen. Ein von mir angerufener Kunde hat sich schriftlich an „unser“ Zentrale (unseren Auftraggeber) in Deutschland gewandt und die nette gut argumentierende Mitarbeiterin gelobt. Natürlich hat meine Chefin anhand der Daten mich als Agenten ausfindig gemacht. Hach cool, das ist doch gut. Der bekommt von mir nun eine Karte aus meinem „Urlaub“ in Kapstadt. *lol*

OK, das mal für zwischendurch.

Hallöchen,

also, es ist Sonntag abend 19:39 Uhr. Ich fletze auf meinem Bett, Laptop auf dem Schoß, links neben mir die Aussicht auf die Stadt und ich könnte nur schlafen. Was habe ich heute gemacht? Genau, faul am Strand gelegen, nachdem wir 12 Uhr Frühstücken waren. Warum macht dummes am Strand rumliegen nur immer so müde????? Das war nun übrigens das dritte oder vierte mal insgesamt, seit ich hier in Südafrika bin, dass Ich am Strand war – also zum baden und sonnen, nicht zum Spazieren. Um acht kommt hier Herr der Ringe. Ich bin so entspannt, ich glaube, ich schlafe vorher ein.

Am Samstag morgen bin ich um 9 mit Charmaine und einer sehr netten Freundin von ihr den Platteklip Wanderweg zum Tafelberg hochgestiefelt. Es war ganz schön heiß. Ich musste wieder die von Euch denken, die mich fragen, ob es nicht deprimierend sei, immer im Winter in Kapstadt zu sein. Tja und mit einem breiten Grinsen kann ich nur wieder denken, „unsere“ Winter gibt es hier nicht. Und Herbst nur im Juni und August. Der Rest ist SONNIG und meistens auch noch sehr warm. Wer liegt schon mitten im „Herbst“ am Strand und rennt permanent mit Sonnenbrille rum??? Halb 12 waren wir wieder zu Hause. Es ist so toll, um diese Zeit im Zimmer zu stehen, mit dem Wissen, schon richtig viel unternommen zu haben anstatt eben erst die Augen aufgemacht zu haben. Als wir den Cable Car runter genommen haben, sind die meisten Langschläfer erst mit der Seilbahn angekommen. Leider war Charmaines 12jaehriger Sohn sehr hungrig und hat 2x angerufen, wann sie zu Hause sei, um essen zu kochen. Sonst wären wir vielleicht auch noch runter gelaufen. Mit 1,5 h waren wir richtig schnell. V.a. war es super heiß und man läuft prima in der Sonne und kann sich braten lassen. Meine Hautfarbe wird langsam immer dunkler und hält. Mit Charmaine habe ich mich hier viel über Essen kochen, Hausarbeit, Rollentrennung und entsprechende Kindererziehung unterhalten. Die Rollenverteilung in Kapstadt ist auch bei den weißen noch sehr klassisch. Mann verdient Kohle, Frau kümmert sich um Mann, Kinder. Putzen macht ja hier die Housemaid/ Domestik Worker. Charmaine hat versucht, ihrem Sohn etwas Selbständigkeit diesbezüglich beizubringen. Er ist 12 Jahre alt und kann sich eigentlich selber Rühreier mit Speck und andere Dinge zubereiten. Selbst ein Steak klappt wohl erstaunlich gut. Er scheint da Talent zu haben. Leider hat sie somit wohl ihre 15jaehrige Tochter aus den Augen verloren und sie ist nun unfähiger als der Sohnemann. Allerdings ist es Charmaine wohl lieber, selber zu kochen, da ihr Sohn ein Chaos in der Küche veranstaltet. Er benutzt so ziemlich alle Töpfe und Pfannen und Kochbesteck, das sich finden lässt. Danach ist die Küche unbrauchbar und Charmaine benötigt 2h, um sauber zu machen. Grins. Immerhin hat sie ihre Kinder wohl so weit, dass sie benutztes Geschirr nicht für die Housemaid einfach stehen lassen, sondern in die Spüle stellen und z.B. dreckige Klamotten nicht –wie üblich -auf den Boden werfen, sondern in den Wäschekorb schaffen. Hammer. Ihr Mann kann sich wohl kein Essen zubereiten, weil es schon an der Bedienung der Mikrowelle oder des Herdes scheitert. Komisch. Das kenne ich nun wieder gar nicht. Alles, was Technik ist, ist doch prinzipielle eher Männersache... Aber die Unterhaltung war sehr interessant.

Mittwoch abend geht es in den Paulaner Biergarten an der Waterfront. Juhuuu! Da war ich noch nicht (wer geht als Deutscher in Kapstadt schon in den Biergarten???????). Aber neue Sachen sind immer sehr willkommen.

Hallöchen ihr Lieben,

also, dieses Wochenende war wirklich wieder sehr schoen! Ich war unter anderem im Kirstenbosch Botanical Garden und habe mich mit zwei Deutschen und zwei Suedafrikanerinnen in der Sonne geaalt. Es war so heiss am Samstag, dass ich sogar Kreislaufprobleme hatte. Am Sonntag haben wir uns ein paar Stunden am Strand von der Sonne und den Wellen berauschen lassen. Was für ein Herbst! Ich hatte noch nie ein Gefuehl von so viel Sonne und Sommer. Das haengt bestimmt damit zusammen, dass man hier fast den ganzen Tag draussen ist und so gut wie nie in der Wohnung. Selbst gestern abend haben wir uns um sechs noch Abendessen im Supermarkt gekauft und sind dann auf den Signal Hill, um den Rest vom Sonnenuntergang anzusehen bis 20 Uhr. Ich hatte übrigens auf dem Rückweg vom Signal Hill zum Kino wieder eimal Tränen in den Augen. Vor Freude. Vom Signal Hill aus hat man ja einen wunderbaren Blick auf die ganze Stadt mit ihren Lichtern, mit den Strassen, die sich wie Adern durch die Stadt ziehen, auf die Meeresbucht, ohne Lichter und auf den angeleuchteten Tafelberg. Es kam noch die richtige schöne Musik im Radio und ich wusste einfach, dass cih diese Stadt liebe, mit ihren Menschen, ihrem Flair, ihrer Natur und den vielen Möglichkeiten, einfach zu genießen. Ich bin einfach nur so happy (auch wenn ich mein minimales Geld im Call Center erschufte, huuuu). Hach ja, soooooooo schööööön.

Am Woe sind wir übrigens mit dem Stadtrundfahrtbus, der oben die obere Etage ohne Verdeck fährt, durch Kapstadt gegondelt und haben und die Touri-Tour gegeben. Die letzet Sitzreihen gehörten uns drei Mädels und wir haben jede die Beine auf zwei Sitzen ausgestreckt, um uns besser zu sonnen, saßen in der Ecke, die Arme ausgebreitet, mit super Blick aus 3-4 Metern Höhe, den man ja sonst nicht hat, und haben uns mit anderen Touris durch die Stadt, zur Seilbahn am Hang des Tafelberges und nach Camps Bay zu den Stränden gondeln lassen. Mann, faul sein kann so luxuriös rüberkommen. Es war eigentlich gar nix besonderes aber irgendwie zum Schreien abgefahren und entspannend. Es sind hier die einfachsten Sachen, die in dieser Stadt, mit den vielen offenen Menschen einfach nur so ungeheuer viel Spass machen! Und obendrauf gab es zum Ticket für den Bus Gutscheine, so dass wir uns in einem Restaurant die Vorspeise umsonst haben kommen lassen können. Da ich nur Fisch esse, war ich etwas eingeschränkt, und habe sowohl zur Vor- als auch zur Hauptspeise Calamaris mit Fischfilet und Reis gegessen – aber wie lecker!!!!!! Und das alles für zusammen 5,50 Euro. (Gut, das ist hier relativ teuer, sonst gehen wir nur für ca. 4,50 Essen. Aber wenn das schon umsonst ist.... danach sind wir zum Strand gerollt, denn eigentlich war ich nach der Vorspeise schon satt, grins.)

Viele liebe Grüße, Eure Marlen

Dienstag, 1. Mai, auch hier ein Feiertag. Zur Info: alle deutschen Feiertage, bis auf den 3. Oktober und noch irgend einen Tag, sind auch südafrikanische Feiertage. Dafür haben wir noch ein paar mehr. Fällt übrigens der Feiertag auf ein Wochenende, wird er auf den folgenden Montag VERSCHOBEN?! Ist das mal geil, oder was?! Ich glaube, die Wirtschaftsbosse in DTL würden einnen Herzinfarkt bekommen. Was da an BIP flöten ginge... HAHAHA! Also, die letzten Tage waren klasse! Donnerstag habe ich super verkauft (Am Ende werde ich doch noch zum 1A-Verkäufer?? Nein, wir wollen mal nicht übertreiben. Aber schon in dieser einen Woche muss ich sagen, dass trotz irgendwie doofer Telefoniererei einiges zu Lernen ist, was Reaktionen der Menschen angeht und man hat den ganzen Tag Zeit, diverse „Strategien“, Tonfälle, mehr oder weniger persönliche Gespräche etc. auszuprobieren. Das ist Gold wert. Die Call Center Agent Arbeit wird glatt unterschätzt (zumindest von mir und den meisten Leuten, die ich kenne). Freitag war hier auch Feiertag (Freedom Day, der Tag der ersten Wahlen nach/ mit Ende der Apartheit, in denen dann Nelson Mandela zum Präsidenten gewählt wurde) dann, das Wochenende war trotz trübem Wetters total schön, gestern fix arbeiten (Montag ist irgendwie auch hier Schontag) und heute wieder Feiertag. Ich habe viele kleine Dinge unternommen, wie frühstücken gehen, shoppen gehen, mit Freunden Video schauen und quatschen, wir waren in der hippen Sisha-Bar (Wasserpfeife) in der Long Street und haben uns dort in einer gemütlichen Fletz-Ecke Erdbeere, Minze und Kirsche reingezogen (hmmmmm, lecker), es gab super leckeren Cape Velvet Likör (noch leckerer!!!), wir waren im Fiction zu genialem House/ Techno/ Tance tanzen und ich war zum ersten mal seit wahrscheinlich Kindheitstagen am frühen Abend im Kino. Und zwar in einem süssen kleinen alten Lichtspieltheater namens LABIA in Gardens. Es gibt vier schnuckelige Sääle, mit ca. 6 Sitzreihen à 8 Sitzen. Diese sind nicht sonderlich bequem – die Doppel-Kino-Sessions zum Spartarif wären hier schier unmöglich – aber es ist irgendwie total klasse. In einem alten Kartenhäuschen werden Tickets verkauft, es gibt einen kleinen Imbissstand und draussen im Freien sind ein paar einfache Stühle und Tische, die bis zur Vorstellung zum Verweilen einladen. Es gibt in jedem Saal max. 4 Vorführen am Tag, immer wieder andere Filme und es ist jeden Tag mit 25 Rand (2,70 EUR) recht preiswert. Lustig ist die Beschaffenheit der Sääle (zumindest der Saal 3, der im oberen Stock über eine Aussentreppe erreichbar ist), denn der gesamte Boden im Saal ist nach hinten angeschrägt, anstatt Stufen einzubauen. So ist es mehrfach während des Films passiert, dass diverse (teilweise volle) Cola- oder Bierflaschen umgekippt und dann geräuschvoll bis zur Leinwand am tiefsten Punkt des Saals gerollt sind. Da gab es sogar in einem Film wie „The last King of Scotland“ noch Gelächter. Also dieses Kino ist wirklich zu empfehlen, wenn man mal anders einen Film sehen möchte. Irgendwie ein Erlebnis. Im Übrigen bin ich nun erstmals auf Arbeit gelaufen. Ich kann echt nur immer wieder sagen, wie toll mein Appartement ist, da ich direkt an belebten Strassen wohne und somit –zumindest im Hellen – relativ unbekümmert laufen kann. Das hat mich endlich mal in den Companies Garden geführt, dahin habe ich es in den 6 Monaten Praktikum nicht hingeschafft. Im Canal Walk – dem großen Shopping-Center – habe ich mit 4 anderen Mädels den Tag verbracht (mein süsses Auto mit der sportlichen Gangschaltung hat trotzdem durchgehalten) und mir dort endlich ein Pfeffer-Spray zugelegt. Es gibt solche Dinge hier in einem Laden namens „Dad’s Toys“ (Papas Spielzeuge) und sogar in Monster-Lippenstiftform für Mädels. Allerdings sind die Originalen rein praktischen Sprays besser, weil die mehr Power haben und auch bei Gegenwind ihr Ziel erreichen. 10 Kröten kostet das Teil, mal sehen, ob es im Ernstfall sein Geld wert ist. Ich hoffe, ich werde es nicht brauchen... Ich habe heute mit meiner Nachbarin Elisabeth aus Schweden entdeckt, dass wir einen hammergeilen Balkon haben: DAS DACH IST ZUGÄNGLICH!!!! Der WAHNSINN!!!! 360 Grad- RUNDUMBLICK AUF TAFELBERG, Lion‘s Head, Signal Hill, die Stadt, die Berge, den Hafen, HAMMERGEIL!!! Leider ist kein Geländer aussen herum, für nächtliche Parties also eher ungeeignet. Da würde der Bekanntenkreis zahlenmässig ziemlich schnell abnehmen... Aber zum Sonnen einfach unbezahlbar. Ein leichtes Kribbeln kommt dazu, denn die Tür kann von innen, nur von innen, verriegelt werden. Wir ignorieren diesen Punkt mal getrost und ich werde sicherheitshalber mein Fenster immer gaaanz weit aufschieben, dann können wir uns im Notfall à la Spiderman oder wer/was auch immer vom Dach in mein Appartement schwingen. Na, wenn das mal nicht beneidenswert ist! :-) Ich schauen gerade ZDF-Nachrichten 22 Uhr, ich habe ein stehendes Bild ohne Flackern, nur dünne Streifen ziehen sich durch – welch ein Luxus!!!! Am Sonntag habe ich übrigens wieder gemütlich Harry Potter im TV geschaut, hach, schön! Heute morgen bin ich trotz Feiertag 7:45 Uhr aufgestanden und habe mich mit meinem grossen Woolworths-Beutel voll mit Klamotten auf den Weg zum Waschsalon gemacht. Dort habe ich mich wieder mit Stühlchen vor den Salon auf dem Fussweg platziert, und meine am Freitag erstandene Frankfurter Allgemeine (4 EURO!!!!) mit tatsächlich 60 Seiten Miniatur-Schrift reingezogen. Ich glaube, daran lese ich am 1. Juni immer noch?! Es tut so unheimlich gut, mal etwas deutsches zu lesen. Da nun der Winter naht und ich nach meinem täglichen Telefonmarathon eh nicht öfters Bock auf große Party während der Woche habe, habe ich mir nun auch ein Buch zum lesen besorgt, in einem schnuckeligen Buchladen hier in der Kloof Street: „Oliver Twist“ fiel mir in die Hände, mal sehen, ob das Buch so gut ist, wie Bekanntheit. Letzte Woche haben wir ein Teammeeting zu Kennenlernen in der Bar Rafiki’s gehabt, war echt schön. Ich habe nun endlich einen groben Einblick in die Spielregeln des Cricket. Ausserdem gab es lecker Samoosas (Indisch) und gegrillte Calamaris (hmmmmm, my favourite!). Zum Schluss konnte ich meine Kollegen, oder den bis zum Ende durchhaltenden Rest, noch von dem italienischen Likör Fraschelico überzeugen – ein wahnsinns Haselnusslikör, der im Sommer auf Eiswürfel und ansonsten als Dom Pedro mit Eiscreme einfach unwiederstehlich ist!!!!! (Eine ernsthaft Konkurrenz zu meinem über alles geliebtem Dissaronno Amaretto). Da fällt mir gerade etwas ein. Wer hier mal das Glück hat, zu Verweilen und beim Geschmack des Leitungswassers Brechreiz entwickelt – ganz einfach abkochen. Leider reichen meine Chemiekenntnisse für die Erklärung dieses Phänomens nicht aus, aber der furchtbare Chlorgeschmack ist plötzlich verschwunden. Einfach klasse. Somit erübrigt sich der Kauf von recht teurem Trinkwasser... Ich werde hier noch zum Sparfuchs... Beim Shopping-Sonntag bin ich schon artig an allerhand Klamotten vorbeigelaufen. Selbst einen hippen Hut in meinem Lieblingsladen YDE – Young Designers Emporium – für schlappe 25,- Euro (Frechheit!) , habe ich hängen lassen. Das geht ja mal gar nicht?! Muss wohl daran liegen, dass das hier eine andere Halbkugel ist... Jetzt muss ich nur noch die dauernden Treffen zum Frühstücken, Dinner etc. zahlenmäßig in die Reihe bekommen (obwohl ich ja heute morgen ein gutes Frühstück in der Sonne vorm Alberto’s in Form eines rießen Früchtetellers hatte, welches inklusive 2 Tassen Kaffe, einem Tab-Water und Tip (Trinkgeld) gerade mal 4,- Euro gekostet hat). So, nun gehen ich mal schlafen. Unter mir in der Bar wird noch laute Musik gespielt... das stört mich irgendwie gar nicht... Ist wohl eine Art Autobahnersatz, hehe. Morgen früh treffe ich mich kurz vor acht mit einer netten Dame namens Charmaine, um fix auf den Lion’s Head hinaufzuflitzen, 360 Grad-Rundumblick über Kapstadt zu geniessen, wieder runterzuflitzen und danach schnell Duschen und ab auf Arbeit zur Spätschicht. Wow! Mal sehen, ob sich das als feste Aktivität im Terminplaner etabliert. Wer geht schon ins Gym (Fitnesstudio)?? Sobald ich meine Krankenversicherung habe, kann ich übrigens für schnuffige 8,- Euro im Monat in ein Solches gehen. Ich glaube, dafür kann ich in Deutschland gerade mal die große Wasserflasche fürs Spinning kaufen? .... Ich war heute morgen auf dem Lion's Head mit Charmaine. Wahnsinn. Die Stadt war voll in den Wolken und von dort aus hatte man einen super genialen Blick ueber die gesamte Stadt - in weisse Wolken eingetaucht. Nur die Geraeusche der Stadt konnte man vernehmene, gesheen hat man nix!!!! Total komisch. Und es war sehr warm und sonnig dort. Echt krass. Das ist nun mein mittwochlicher Morgenspaziergang. Feste gebucht fuer jede Woche. Schoen. Ich habe huet auch gleich mein Tagessoll in den ersten 50% der Arbeitsstunden geschafft. Ich hoffe, das laesst nun nicht so sehr nach... Grins. Perfekt! Ach ja, und ich bin heute mit Achim auf Arbeit gelAUFEN. Er hat einen ganz tollen Weg mit Abkuerzung - durch das Gelaende des Mount Nelson Hotels hindurch - dem teuersten Hotel der Satdt. Cool. Nun habe ich das ganze mal von Innen gesehen, sonst sieht man imme rnur die PAlmenallee durch die riesen Eingangstore, jetzt bin ich durchgelaufen. Cool. Und sicherer als der andere Weg surch den PArk. So, das mal fuer zwischendurch Liebe GRuesse aus dem Call Center MArlen

20.6.07 11:01
 



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