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Also, mal so ein paar Sachen, die hier typisch sind, die mir gerade durch den Kopf schwirren…

Uber 40% der Studenten am Campus sind einer Umfrage zufolge ihrem Partner nicht treu. Professoren sagen zum Thema Vehuetung (insb. Im Hinblick auf HIV), dass man besser ganz auf Sex verzichten soll.

Meine Roommate Georgie hat mir gestern das Verhuetungsmittel fuer Frauen gezeigt: ein Frauenkondom (haben sowas bisher noch nicht gen. Sieht eigentlich aus wie ein Kondom, nur wesentlich grosser).

Die Arbeitslosigkeit in diesem land liegt bei ca. 40%.

Eine halbautomatische Waffe kann man sich hier theoretisch fuer einen Tag oder einen “Job” fuer 500 Rand (=50 Euro) ausleihen (sofern man an die Leute in den Townships rankommt, die sind auch vorsichtig wegen Angst vor gefakten Deals der Polizei etc.).

Freunde (deutsche und hollaendische Studenten) aus der Scott Street wurden zum wiederholten Male (4. Mal!) beraubt: die Klamotten von Vic, Ruud und Kerstin sind auf dem Grundstueck von der Waescheleine geklaut worden. Das Grundstueck ist bei mir um die Ecke. Es ist eingezaeunt bzw. eingemauert. Vorherige Mitbewohner in diesem Hause hatten es mit dem Abschliessen nicht so genau genommen und sind drei (!) Mal kurz hintereinander baraubt worden. Das dritte Mal hatten die Einbrecher wirklich ALLES mitgenommen, inkl. Unterwaesche, Struempfe. Die haben komplett saemtliche Schubladen – egal, welcher Inhalt- ausgekippt und mitgenommen, das Haus war leer!

Meine vorherige Roommate Kathrin hat in ca. 7 Minuten (!), die sie in der Scott Street unsere Freude im Haus verabschiedet hat, ihre Autoscheibe, ihr Autoradio inkl. CD, ihren Rucksack inkl. Camera, Binoculars und sonstigen Utensilien eingebuest.

6 Personen gehen zusammen zum Geldautomaten, um sicher Geld abzuheben. Von 10 ploetzlich auftauchenden (gut gekleideten) Schwarzen wollen 2 freundlich beim Abheben behilflich sein! (Die Bankmitarbeiter kommen bei sowas aber sofort raus, der Security des Einkaufscenters hat die 6 Personen (die so DUMM waren, auch noch Geld abzuheben) bewaffnet nach Hause begleitet.)

Direkt vor diesem Einkaufscentrum (uebrigens 2 Gehminuten oder nach diversen Zwischenfaellen nun 10 Autofahrsekunden von meinem Haus entfernt) wollte ein juengerer Schwarzer einer Omi die Handtasche im Vorbeirennen entreissen. Die wahnwitzige Omi hat sich an ihrem Taeschle festgekrallt. Da ist der Typ ohne Tasche abgehauen!  (Wer will schon Tadsche mit Omi dran?  )

Hier ein Punkt, der eigentlich sehr traurig fuer Deutschland ist. Man hoert e simmer wieder, man bekommt es ansatzeweise in jedem Urlaub ausserhalb deutschen Bodens mit, Aber nach nun fuenf Monaten hier in Suedafrika, ist das ein Punkt, vor dem ich im Bezug auf meine Rueckkehr nach Deutschland Angst habe: Deutschland/ die Menschen sind KALT! Wir sind kalt und wir sind Einzelgaeger. Wir sind Aufteiler, nach dem Motto “Meine, Deine…”. Einige werden jetzt sicherlich denken, dass das auf sie nicht zutrifft. Ja, jeder von uns ist nett und hilfsbereit. Keine Frage! Aber nach dieser Zeit hier, kann ich ehrlich nur sagen, dass der Unterschied zu den Menschen hier riesig ist! Das alles im Einzelnen aufzuzaehlen, wuerde Stunden dauern, denn es sind die kleinen Situationen, die jeden Tag tausendfach auftreten. Am Anfang war ich sehr verwundert und es viel mir schwer, so viel uneigennuetziges Geben von anderen einfach anzunehmen und alles und alles einfach zu teilen, ohne ueber Dank -in welcher Form auch immer- nachzudenken! Die typische erste Reaktion, die ich aus meinem ganzen Umfeld in Jena etc. kenne, ist “Ach nein, ich will keine Umstaende machen!”, “Das kann ich doch nicht annehmen!”, “Was willst Du denn dafuer haben?”, “Dann fahre/bezahle ich aber naechstes mal!”, u.s.w.. Es ist eine so ungeheure Freude, Geben von anderen anzunehmen und sie in gleichem Masse zurueckgeben zu koennen! Ich mache hier Dinge fuer Leute, die ich gerade mal eine kurze Zeit kenne, da haette ich in Deutschland 3x darueber nachgedacht.. Ich weiss nicht genau, wie ich den Unterschied erklaeren soll. Es ist nicht nur eine Frage des Was man macht. Es ist mehr das Wie man es macht. Hier geben die Menschen, ohne darueber nachzudenken und ohne darueber zu reden . Und hier nehmen die Menschen, ohne darueber nachzudenken und ohne darueber zu reden. Mit einer erschlagenden Selbstverstaendlichkeit! In Deutschland hat so etwas immer den Touch, etwas Besonders Gutes und Wohltaetiges zu sein. Hier ist es einfach. Es redet keiner daruber, es denkt keiner darueber nach. Es ist einfach so. Das steckt hier in den Menschen drin (Ausnahmen gibt es immer). Und das macht es erst besonders! Und es ist so wunderbar anbsteckend! Am Anfang hanbe ich bei manchen Sachen noch gestutzt, weil ich es aus Deutschland anders kenne und manche Dinge in Deutschland mit Unverstaendnis behandelt werden wuerden. Besonders krass faellt da jedes mal auf, wenn neue Hausbewohner frisch aus Deustchland ankommen oder die eigenen Freunde aus Deutschland da sind. Die Wandelung der Neuankoemmlinge in den ersten Wochen ist immer aehnlich. Der Unterschied ist nicht beschreibbar! Ich bin ehrlich gesagt, entsetzt! Ich habe Angst, dass ich diese Klutur, die ich mir hier angenommen habe, genauso schnell in Deutschland wieder verlieren werde oder dass ich in Deutschland eine Krise bekomme, weil mir dieses typisch deutsche “Meins, Deins” entgegen schlaegt! Naja, genug davon. Es gibt ja auch immer Ausnahmen. Aber das musste ich mal gesagt haben. Ich bin ehrlich verwundert, begeistert, bestuerzt zugleich…

Was faellt mir noch ein? … Natuerlich ist es ein Hochgenuss, in Deutschland irgendetwas zu wollen und es auch in angemessener Zeit und in angemessener Qualitaet zu bekommen. Sei es beim Bestellen in manchen Restaurants, an der Kasse im Supermarkt, im Home Affairs Office oder anderswo. Hier gibt es Situationen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, Unmengen an Kopfschuetteln verursachen und die manchem ungesund lebendem Deutschen den 1. Herzinfarkt bescheren wuerden!!!!!!! ;-) Bedauerlicherweise muss ich dazu ergaenzen, dass extreme auffaellt, dass nahazu saemtlich Zwischenfaelle, die von menschlicher Unfaehigkeit zeugen, ausschliesslich mit Schwarzen zu tun haben (Es gibt immer Ausnahmen!!!). Ich werde mich dazu aber nicht weiter aeussern, da das eine Sache ist, die man wirklich nur nachvollziehen kann, wenn man hier laeneger lebt und wahrscheinlich auch wirklich lebt, nicht als Urlaub oder anderweitig. Meine Einstellung zu diesem Thema hat sich hier extrem geandert. Auch etwas, von dem ich ehrlich gesagt bestuerzt bin… Natuerlich ist im Hinblick auf die Geschichte dieses Landes auch alles ganz verstaendlich und ehrlich gesagt sehr traurig. Denn viele Dinge haben sich immer noch nicht geandert (was beim Blick auf die Ossi-Wessi-Problematik, die nach laengerer Zeit immer noch in manchen deutschen Koepfen/Systemen steckt, nich ueberaschend. Es braucht Zeit, um die Nachteile und Folgen aus Zeiten der Apartheit fuer Farbige und v.A. Schwarze auszuraeumen und aufzuholen).

Ok, was bewegt mich noch? So richtig kalt ist es in Kapstadt selten. Meine liebe Kollegin Jenny aus Jena hat mir mit ihren Berichten von kalten Tagen und kuschelig eingeheizten Raeumen bewusst gemacht, dass ich das hier vermissen wuerde, sollte ich laeger hier bleiben. Es geht nix ueber kalte ungemuetliche Herbsttage, wenn man man sich alleine oder mit den liebsten Menschen mit einer heissen Tasse Tee oder Kakao in wohlig warme Zimmer fletzen und Zeitung, Buecher oder auch einfach nur angenehme Gespraeche geniessen kann! Heute z.B. (24. October 2006) regnet es! Das ist soooo schoen! Das ist das erste mal in fuenf Monaten, dass es den ganzen Tag regent und der Himmel mit einer grauen Wolkendecke zu ist! Bisher gab's im “Winter” immer diese typischen 1-2-Stunden-Schauer, dann war wieder Sonne angesagt. Heute regnet es seit Nachts. WONDERFUL!!!!!! Georgie und ich hatten in unserem Schlafzimmer die komplette Terassenfront auf und so konnten wir den Regen direkt neben unseren Betten niederprasseln hoeren! AMAZING!!!!!!!! Das sind wirklich “deutsche” Kleinigkeiten, die ich hier vermisse!!!!!

 

In Cape Town schneit es auch nie. In einigen Gegenden in Suedafrika schneit es so selten, dass sich Wettervorhersagen, die Schnee versprechen, schneller verbreiten als jedes Lauffeuer!!!! Und ehrlich, der Moment, wenn Du im Winter bei um die Null Grad warm eingemummelt draussen bist, riesige frische Schneeflocken durch den Himmel tanzen – jede eine andere wunderschoene Sternenform hat – es total still ist um Dich rum, Du schaust nach oben in den Himmel und geniest die Stille… diesen Moment kann man fur kein Geld der Welt kaufen! Wenn Du bei Sonnenschein und stahlblauem Himmel nach einem frischen Schneefall die erste Person bist, die durch eine weissglitzernde Schneedecke laeuft und sich vor Dir die weite Landschaft, von in der Sonne funkellndem Schnee bedeckt, erstreckt und die Luft nach Kaelte und Schnee riecht- unbezahlbar, einfach unbezahlbar!!

In den ersten zwei Herbstwochen, wenn die farbpalette der Baeume und Straeucher eine unebdlich Vielfalt zu entwickeln scheint, und sich die Waelder in Farben von Hellgruen, Dunlkelgruen, Gelb, Ocker, Rotbraun, Braun, Weinrot, Orange, Feuerrot, fast Purpur und Lila, bis Schwarz praesentieren, diesen Anblick wird man hier in Suedafrika vergeblich suchen!

Natuerlich gilt das alles auch fuer die weiten Straende hier: Wenn ich auf dem Signal Hill stehe und die Sonne, die am Tag den Ozean wie ein silbernes Tuch erscheinen laesst… die Wellen, die gegen die grossen Felsen am Landudno Beach oder Sandy Bay schlagen und brechen… die Boeschung, die Dir entgegen spritzt und das laute Getoese der Wellen, der Unmengen an Wasser voller Leben und Kraft… Das ist etwas, was ich wahnsinnig vermissen werde!

Dafuer hat Deutschland riesige, kraeftige, imposante Fluesse! Wer es liebt, am Flussufer der Elbe, des Rheins oder anderen groesseren Fluessen zu stehen, das Wasser fliessen zu sehen und zu hoeren und die Unmengen an Kraft, Leben und Frische in diesen Fluessen zu spueren, hat noch etwas mehr, was er hier in Suedafrika vermissen wird!

Uebrigens… wenn hier mal die megageilen Rechtschreibfehler drin sind… nein, ich bin der Deutschen Sprache und Rechtschreibung (sofern etwas dieser Art ueberhaupt noch existiert?!) nicht unmaechtig geworden! Aber die Englische Rechtschreibung schlaegt mir hier immer ganz tolle Sache vor und manchmal merke ich das nicht oder uebersehe es. Also nicht wundern…

 

Georgie & me in Camps Bay's Cafe No 16, @ the balcony next 2 the beach, sipping cocktails, getting sunburned :-) watching people... WONDERFUL UNFORGETTABLE




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