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Der Krueger Park – das Event!

Darauf hatte ich mich schon riesig gefreut! Nichts gegen Cape Town. Aber ich bin nun einmal ein Afrika-Freund. Und wie schon viele Leute New York City die westlichste Stadt Europas nennen, moechte ich meinen, CT ist die Suedlichste. Der Krueger Park jedoch ist Afrika pur! Wie steht es in meinem Reisefuehrer?: MPUMALANGA – echt afrikanische Naturerlebnisse und Goldgraeberstaedtchen. Das heisse Lowveld mit Krueger Park, saftige, gruene Citrusplantagen, ausgedehnte Landwirtschafts- unf Forstgebiete, glitzernde Wasserfaelle und eine atemberaubende Bergwelt inkl. Rauer Goldgraebertradition machen die Provinz Mpumalanga – DAS LAND DER AUFGEHENDEN SONNE – zu einem der beliebtesten Reiseziele Suedafrikas!

Also machten wir uns auf, das Land der aufgehenden Sonne zu erkunden. Wir, das sind Amelie und ihr Freund Matthias sowie Stefan und Philipp, zwei Mediziner, und natuerlich ich. Das Aufstehen 4 Uhr morgens klappte dann auch ganz gut, trotz des vorabendlichen Braai (Grillen) bei unseren Gasteltern Dawn und David und den anderen deutschen und sonstigen Praktikanten/ Studenten/... in der Villa Bianca (ein riesiges Haus am Fusse das Tafelberges, mit grosser Holzterrasse inkl. Feuerstelle, Sternenhimmel ... Genial!). 4:45 Uhr holten die anderen mich ab und es ging auf zum Airport, um 6:45 mit der Billigfluglinie 1Time nach Johannesburg (Jo’burg) zu fliegen. Im uralten Flieger noch etwas Schlaf nachgeholt, landeten wir 8:45 Uhr in Jo’Burg. Unser Guide von Viva Safaris – Anthony (wieder einer dieser Spezies Mann, die ihre zu geringe Koerpergroesse durch Muskelmasse wett machen wollen, dabei aussehen wie ein Schrank und sich behaebig bewegen wie ein Gorilla...?) – holte uns mit einem grossraeumigen, relativ neuen und super bequemen Minibus ab. Hier sass auch schon ein weiterer Safari-Begeisterter: Miki, unser nie etwas essender oder trinkender Japaner. Wir starteten Richtung Krueger, ueber kleine idyllische Doerfer und Staedtchen, vorbei an wunderschoenen Landschaften...
Wir passierten Belfast (ja richtig, Belfast!), welches mit ueber 2.000 m den hoechsten Bahnhof im Osten Suedafrikas hat. Der Ort ist benannt nach der Heimatstadt eines Iren, durch dessen Land diese Bahnlinie gebaut wurde. Weiter ging es nach Dullstroom, die fuer das Angeln bekannt ist und welches eine der ersten Staedte mit dieser Tradition war. Forellen-Angeln/ Fliegen-Fischen (Trout Fishing) ist neben Braai eine der weitverbreitesten und beliebtesten Taetigkeiten in SA. Dullstroom aehnelt einem schottischen Hochland. Es ist mit 2.100 m die hoechste Stadt SA’s. Weiter ging die Fahrt nach Lydenburg (Leidenburg, so benannt, weil Pilger damals hohe Verluste wegen einer Malariaepidemie zu beklagen hatten) und nach Hoedspruit (Hot Stream) zur Tremisana Game Lodge, in der unser Japaner Miki naechtigen sollte, und zu Marc’s Treehouse Camp, unserem Heim fuer die naechsten 3 Tage.

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Marc’s Treehouse Camp liegt zwischen Hoedspruit und Klaserie, direkt am Klaserie River in der Naehe des Orpen Gates (einer von vielen Eingaengen zum Krueger Park). Die Lodge liegt ca. 1 km in einem der unzaehligen Private National Parks vor den Toren des Krueger Parks. Das Camp bietet zwei gemuetliche ueberdachte Plaetze fuer Fruehstueck und Abendbrot, eine an der Feuerstelle, eine an einem Wasserloch (leider ohne Hippos oder Krokodile), eine Bar und weiter 500 m im Park mehrere Holzhaeuser auf Pfaehlen oder in Baumkronen, mit Terrasse und Blick auf den Fluss (Foto, siehe auch www.vivasafaris.com); jedes Haeuschen mit (funktionierendem) WC und Dusche, versteht sich!

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Unsere Huette durften wir jedoch noch nicht in Augenschein nehmen. 16 Uhr angekommen, starteten wir 16:10 Uhr gleich in einem offenen Jeep in die Daemmerung zum Night Drive durch ein nahes Parkgelaende. Dort sahen wir nebst wunderschoenem Sonnenuntergang unsere ersten wilden Tiere, wie Impals (Antilopenart), Warzenschweine (Warthog), Gnus (Wildebeests), Rebhuehner, Affen (Baboons), Eichhoernchen (Tree Squirrel) u.v.m. Toll! Leicht angefroren kamen wir 18 Uhr wieder im Camp an und bezogen unsere Huetten. Entgegen der Kultur der suedafrikanischen Staemme durfte ich mit Philipp und Stefan zusammen in ein Haus. Das macht schliesslich mehr Spass und weniger Angst beim draussen rumlaufen und nachts schlafen (im Camp sind uns u.a. Nyalas (Antilopenart), Impalas und Giraffen ueber den Weg gelaufen, ganz zu schweigen von frischen Monster-Dung-Haufen, die, wie wir bereits wussten, von Bueffeln (Buffalos) stammten. Da konnte ja der fiesse Loewe auch nicht weit sein?! Schnell geduscht, ging es zur Feuerstelle, wo uns schon ein LEKKER Feuerchen mit seinen waermenden Strahelen sowie das Dinner erwartete. Netterweise habe ich als Vegetatierer immer eine „Extrawurst“ bekommen. Die drei Frauen aus dem Camp haben jeden Morgen und jeden Abend unser Essen zubereitet und aufgetischt. Das Abendessen war immer aehnlich: Vorsuppe mit Brot, als Hauptgericht Reis mit Gemuese, extra Gemuese fuer mich und Fleisch mit Sosse, sowie Salat und zum Dessert etwas Suesses wie Kuchen oder Pudding. 20:30 befoerderten wir unsere vollen Baeuche zur Feuerstelle und – muede, wie wir waren, wollten wir 21 Uhr ins Bette gehen, als unsere Koechinnen mit einem Tablett mit heissem Tee und einem Buendel Waermflaschen ankamen. Waermflaschen? Gut, es war ehrlich gesagt saukalt! Also stopften wir uns die Dinger unter die Jacke und gingen zu Bett. Ein Gefuehl wie unter freiem Himmel umgab uns: Wir hoerten den Bach unter uns plaetschern, konnten Tiere (welche auch immer) vernehemen und der Wind zog leicht durch das Holz. Gott sei Dank war ja alles abgeschlossen. Also schliefen wir beruhigt ein. Saucool! Echt genial...

 


6:45 Uhr klingelte der Wecker! Meine Waermflasche war noch warm?! Eine super erholsame Nacht! Toll! Schnell warm angezogen und 7:30 ab zum Fruehstueck. Diesmal am Wasserloch. Echt schoen! Die Sonne war bereits aufgegangen und es wurde waermer und waermer. Die Loewen hatten wahrscheinlich laengst gefruehstueckt (nicht die Impalas, die sind uns wieder mal ueber den Weg gelaufen). Es gab LEKKER Cornflakes mit Milch, Toast, Butter und Marmelade sowie Muffins und Kaffee oder Tee. Wir fuellten fix unsere leeren maegen und 8:30 Uhr ging es ab zum Orpen Gate. Auf der eine Stunde langen Fahrt konnten wir wieder die wundervolle Landschaft geniessen – herrlich! Weniger berauschend waren die Toene aus dem CD-Player – eine Zusammenstellung von Reden und Gesaengen aus der Zeit der Apartheitsbewegung, die unser Guide Charles nun zum ca. 500sten Mal hoerte. Oh my God! Wir konnten den Text schon! Ach ja, Charles war eigentlich KING Charles. So hatte er sich uns vorgestellt. Ein liebenswerter, frecher Kerl, der uns allerhand ueber die Pflanzen, Tiere, das Volk und die Kultur im und um den Krueger Park zu erzaehlen wusste.

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Am Orpen Gate stiegen wir in einen ueberdachten Jeep um und ab ging es 9:45 Uhr zu unserer esten grossen Safari (Swahili: Reise). Das Wetter war bombastisch, die Gras-, Busch- und Baumsavannen herrlich und wir haben viele Tiere gesehen, u.a. Schakale, Impalas, Nyalas, div. Affen (Baboons, vervet Monkeys), Geier (vultures), Nilpferde (Hippopotamus), Krokodile (crocodile), Rebhuehner, viele Giraffen (giraffes), Zebras (zebras), Elefanten (elephants), Gnus (wildebeests), „Flying Bananas“ (Southern Yellow-billed Hornbills), einige sehr grosse Voegel wie Sekretaervogel (Secretary Bird), Marabus (Marabon Stork), Adler (eagles, Martial Eagle) und andere Voegel wie Reiher (herons), Kraniche (egrets), Enten (ducks), longtailed Strikes und einige dunkelblau bis lila schimmernde Stare mit sonnengelben Augen (Cape Glossy Starling – frech wie die Tauben und Spatzen bei uns in Deutschland - sehr schoene Voegel!). Auch eine Black Mamba konnten wir beobachten. LEKKER! Leider sind die Tiere, wie die gesamte afrikanische Kultur, sehr entspannt und gemuetlich eingestellt. Alle stehen oder liegen in der Gegend rum, fressen oder sonnen sich. Nur die Affen schaffen es gerade mal, sich am Baum entlang zu hangeln oder sich wenigstens zu lausen. Selbst am Flussbett lagen die Nilpferde wie Haufen in der Sonne und waelzten hoechstens ihren dicken Hintern von einer auf die andere Seite. Auch die unweit liegenden Krokodile legten keine wilde Jagdszene fuer uns hin. Alles total faul! Wenigstens haben die Flusspferde wunderschoen lila in der Sonne geglaenzt. Naja. Die Impalas sind ab und zu vor Schreck ein paar Meter gehuepft (in einem einzigen Sprung aus dem Stand! Cool. Die koennen 10 m weit und dabei 2 m hoch springen. Fetzt.) Eine Giraffe, die vor uns die Strasse ueberquerte, legte vor Schreck einen Zahn zu und war mit gerade mal drei Schritten ploetzlich 15 m weiter weg?! Das sieht ja eigentlich voll lahm und behaebig aus...

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Mittagessen gab es zwischendrin in Satara - einem der Picknickspots im Park. Erst 18 Uhr kamen wir wieder im Camp an, mit Fahrtwindgezeichneten Gesichtern und einem platten Hintern vom langen Sitzen (im Parkgelaende darf man den Jeep nicht verlassen. Hier sind schon schlimmer Unfaelle passiert). Im Camp folgte das Gleiche wie am ersten Tag: Duschen, warm anziehen, Essen, Waermflasche schnappen und 21 Uhr ab ins Bett. Gott wie waren wir muede!

 

Mitten in der Nacht wurde ich wach. Quietschen... eine Tuer knarrte... die Handtuecher der jUngs flatterten wild im Wind (Wind? Woher?) und wurden vom grellen Mondlicht angestrahlt?! Die Jungs schliefen fest. Na prima! Welches Raubtier steckt hier gerade seine Nase in unsere Huette? Nach ca. 10 Min. vergeblichen Wartens, ob nicht doch noch einer der Jungs wach wuerde und, wie sich das gehoert, das Raubtier erlegt oder wenigstens vertreibt, bin ich doch unter meiner Bettdecke vorgekrochen und habe nach dem Rechten geschaut. Die Terassentuer war auf. Die Verriegelung hatte sich gelockert. Na Gott sei Dank. Zur Strafe ging ich noch fix aufs WC und habe mit dem Laerm der Spuelung die Jungs doch noch wach bekommen.
5:15 Uhr klingelte der Wecker. Also aufstehen, so viele Sachen, wie moeglich uebereinander ziehen, Muetze auf, Handschuehe an und auf zur Morgen-Safari. 5:45 Uhr holte uns King Charles ab und wir fuhren wieder zum Orpen Gate. Diesmal eine andere Tour. 10 Uhr gab es Fruehstueck an einem der Picknickplaetze. Es war so windig, dass es uns die Cornflakes wegwehte. Cool. Aber wir wurden satt. 13 Uhr gab es ja auch wieder Mittag.

 

An diesem Tag haben wir viele Herden gesehen. U.a. zwei grosse Bueffelherden mit 200 – 300 Tieren. Beeindruckend! Eine Herde ueberquerte vor uns die Strasse. Einer der Bueffel hat sich wie ein Schuelerlotse quer zur Strasse gestellt, uns in unserem Jeep wichtig und wachsam angefunkelt und hinter sich die Bueffel ueber die Strasse gelassen. Nach dem letzten Bueffel hat er den Weg wieder frei gemacht. Lustig. Auch viele gemixte Herden mit 100en von Impalas, vielen Zebras, Gnus und Giraffen haben wir gesehen. Wundervoll! Beeindruckend! Auch ein riesiger Schwarm Perlhuehner hat uns fuer 10 min. die Weiterfahrt erschwert. Vielleicht 200 Tiere blockierten die Strasse. Das sah von Weitem wie ein schwarzer Fleck aus. Total witzig.

Es gibt uebrigens zwei Sorten Zebras: Die mit den auch braunen Streifen, die komplett um den Bauch gehen und die mit den nur sch/w Streifen, wo der Bauch weiss bleibt. Allerdings mixen die sich untereinander. Auch einige Warzen- und Stachelschweine konnten wir beobachten. Sehr lustig aussheende Tiere! Ausserdem gab es wieder Elefanten, Flying Bananas und andere Voegel u.v.m..

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Ein Schauspiel ist und knapp entgangen: Wir hatten wieder einmal Autos am Strassenrand stehen sehen. Das heisst hier, dass es etwas Tolles zu sehen gibt. Also blieben wir stehen. Der Mann im Wagen war total aufgekratzt und faselte etwas von einem Leoparden, der von einem Stachelschwein getoetet wurde. Wie? Was? Wie war das mit der Nahrungskette?! Da sahen wir das tote Tier am Strassenrand. 10 cm lange Stacheln ragten aus der Brust. Der Rest von den 30 – 40 cm langen Teilen steckte also im Leoparden. Krass. Und der Typ hatte das Geschgehen auf Foto. Unglaublich! Er hatte den Leoparden bei der Jagt auf das Stachelschwein verfolgt. Eigentlich greifen Leoparden Stachelschweine nicht an. Nur wenn sie unerfahren oder kurz vorm Verhungern sind. Unser Leopard war, dem aeusseren Anschein nach, vermutlich beides. Jedenfalls endete es damit, dass der Leopard das Stachelschwein am Nacken packte und aufriss, dieses seine Mikadostaebchen aufstellte und dem Leoparden in die Brust rammte. Stecken die Stacheln fest, kann das Stachelschwein sie abwerfen. Der Leopard hat sich dann ueber die Strasse geschleppt und blieb auf der anderen Seite liegen. Das halb zerfetzte Stachelschwein lag in Teilen noch im anderen Strassengraben. Mann oh mann! Ich bin jetzt um ein Mikadostaebchen reicher, welchers dort auf der Strasse lag. King Charles hat es fuer mich aufgehoben. Cool. Von den BIG FIVE - das sind Elefant, Leopard, Bueffel, Loewe und Nashorn (die Big Five sind hier auf den 10er, 20er, 50er, 100er und 200er Banknoten drauf, sieht schoen aus!) - haben wir also leider nur na sagen wir mal 2,5 Tiere gesehen (der tote Leopard zaehlt nicht voll). Schade! Aber ich habe ja noch Zeit hier. Das wird...
18 Uhr kamen wir wieder im Camp an. Es war schon wieder stockfinster. Ausser am ersten Morgen haben wir unser Camp also nur im Dunkeln gesehen. Auf der Fahrt durchs Camp entpuppten sich seltsam aussehende Baumstaemme als Giraffenbeine. Genial. Sieht komisch aus. Nach dem Ablauf analog der Vorabende lagen wir wieder 9 Uhr mit Waermflasche im Bett. Eigentlich hatten wir uns auf eine lange Nacht gefreut. Morgen stand ja die Abreise an und wir dachten, es geht dann wieder 8:30 Uhr los. Aber falsch gedacht. Wir sollten noch etwas mehr geboten bekommen: der Morning Bush Walk. Cool. Das hiess wieder 5 Uhr aufstehen. Oh Gott. Also Augen zu und schlafen. So gut, wie hier habe ich uebrigens lange nicht mehr geschlafen. Vielleicht seit 1 bis 1,5 Jahren nicht mehr – ungelogen! Und so viel getraeumt! Sehr erholsam!
5 Uhr Weckerklingeln! Aaah... Wieder alle warmen Sachen zwiebelmaessig uebereinander stapeln, Buff, Handschuhe und Muetze auf, den Rest zusammenpacken und ab in den Bus. King Charles holte uns 5:30 Uhr ab und wir fuhren zum Bush Walk ins Nachbarcamp. Wenigstens war es schon leicht hell – da wuerde ich wenigstens wissen, welches Tier mich gefressen hat.

6:30 Uhr ging die Sonne auf. Wunderschoen! Das dauert hier nur ca. 15 – 20 Sekunden! Wahnsinn! Ach ja, der Mond ist hier auch verkehrt. Bei der „a“-Form, wie abnehmend, nimmt der Mond hier zu. Ist wohl falsch gepolt. Grins. Leider lief uns wieder kein Loewe ueber den Weg (oder Gott sei Dank?). Aber nun wussten wir, welche Koetel vom Impala, Nyala oder Wildebeest und welche „Koetel“ vom Elefanten abstammten. Auch ueber fuer Liebestraenke und anderes Zaubergebraeu verwendete Pflanzen, Fruechte, Blaetter wussten wir nun Bescheid (aehm... wusste ich vorgestern noch, sch... Kurzzeitgedaechtnis!).
7:30 Uhr gab es dann Fruehstueck. Diesmal zusaetzlich mit Vollkornflakes und Ruehrei – LEKKER! 9:30 Uhr holte uns Anthony, unser Schrank, ab, um uns zurueck zum Jo'burg Airport zu bringen.
Rueckzu fuhren wir etwas anders: Die Panoramaroute. Klasse!

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Erster Stopp war am Blyde River Canyon. Der wohl schoenste Canyon der Welt nach dem Grand Canyon in den USA. Landschaftlich echt ein Hoehepunkt dieser Reise! Von einer sehr hoch gelegenen Felsklippe konnten wir ueber einen Teil des 325 km langen Canyon schauen, ein mega Ausblick ueber das riesige Tal und den Blyde River (Blyde = Freude) mit Blydeportdam sowie den Three Rondavels, drei auffallend geformten Felsgiganten. Weiter ging es zum God’s Window, einem Aussichtspunkt mit Blick in den 1.000 m tiefen und ausgedehnten Abgrund des Blyde River Canyon und dem Krueger in weiterer Ferne sowie die riesigen Waelder der Gegend. Ein wahnsinns Panorama. God’s Window liegt 10 km noerdlich von Graskop. Hier war unser naechster Haltepunkt. Graskop ist der Verkehrsknotenpunkt (oder was man hier eben darunter versteht...) und erhielt seinen Namen wegen der vielen grasbedeckten Huegel im Umland (Graskop = Graskuppe). Die Forstwirtschaft ist sehr wichtig fuer die Region. Riesige Forstgebiete rechts und links der Strasse, die auf den ersten Blick wie natuerliche Nadelwaelder aussehen, entpuppen sich beim genaueren Hinsehen als akkurat geordnete Baumplantagen. Jeder Baum ist ca. 3 – 5 m vom anderen weg und das ueber 100e von Metern in alle Richtungen! Wahnsinn! Im Vorbeifahren sah ich immer eine Stammreihe, blauen Himmel, Stammreihe, blauen Himmel, Stammreihe, blauer Himmel – kilometerweit. Das geht echt gar nicht! Total futuristisch, irgendwie unheimlich! Gruselig!
Unser naechster Stop war Pilgrim’s Rest. Dieser Ort ist eine altes Goldminenstaedchen - ein Freilichtmuseum und Nationaldenkmal. Sehr idyllisch, im Stil der Goldgraeberzeit, farbenfroh, fast kitschig. 1873 fand hier William Trafford Gold und soll gerufen haben: „the pilgrim is at a rest“ (Der Pilger hat seine Ruhe gefunden). Fuer 2 – 3 Jahre wurden hier 200 Tonnen Gold abgebaut! Danach war Ruhe!
Weiter ging es zum Flugahfen. Die Landschaften waren immer oefter von kleinen Feuern gezeichnet, teils konnte man noch Schwelfeuer rauchen sehen. Schwarze Erde, rote Erde, Savannen, Felder und Wiesen und Seen mit kleinen Haeuschen wechselten sich ab – ich liebe es!

 

Je naeher wir Jo'burg kamen, desto mehr machte sich Industrie bemerkbar: riesige Kraftwerke, Kohlebergwerke und anderer Tagebau und Minen zeichneten die Landschaft. Irgendwie beeindruckend. Eines der Kohlebergwerke soll das zweitgroesste der Welt sein. Das glaube ich gern! Wirklich! Wahnsinn!
16 Uhr am Flughafen angekommen, setze man uns auf die Standbyliste, um einen zeitigeren Flug zu ergattern. Standby. Cool. Es waren zwar noch 18 von 156 Plaetzen frei. Aber die wollte man uns irgendwie nicht geben?! Klar, wir hatten ja schon bezahlt. Schluss mit Lustig. Neue solvente Kunden bringen insgesamt mehr. Ist die BWL also auch hier angekommen. Mist! Also warteten wir ungeduldig am Gate. Das Gate war ein langer schmaler Gang mit Sitzplaetzen rechts und links, dem Schalter am Ende und der Flughafenhalle am Anfang. Alle 5 Minuten ging ein Gast vor, fragte etwas und ging wieder zurueck. Vorlaufen, Drehung, Zuruecklaufen, Vorlaufen, Drehung, Zurucklaufen. Das ging so eine Weile, bis die Gate-Dame merkte, dass Durban statt Cape Town am Monitor stand. Schade. Sah aus wie auf dem Catwalk. Ehrlich!

 

Schliesslich kam der Check-In-Boy zu uns und sagte: „You are in the Flight!“. Dabei machte er eine so coole und laessige Bewegung, dass wir dabei unweigerlich alle gleichzeitig an Hollywoodfilme und deren beruehmte Saetze denken mussten. Auch der Boris-Becker-Spruch „Ich bin drin?!“ kam wieder hoch. Lustig. So sollten wir also doch noch vor 24 Uhr im Bett liegen. Prima!
Montag morgen erfuhr ich, dass meine Kollegin noch krank war und ich somit zu Hause bleiben konnte. Na, wenn das nichts ist?! (Sie hat keine Vertretung, also haette keiner mit mir was anfangen koennen. So ist das hier eben). Es sollten 24 Grad werden! Also wusch ich Waesche und setzte mich bei stahlblauem Himmel auf die Terrasse und liess mir die Sonne auf den Pelz scheinen. Nachmittags bin ich dann mit Ilka, eine meiner Mitbewohner, zum ersten Mal zum Lion’s Head gefahren. Nach einer doch schon anstrengenden Klettertour hat man von hier oben aus einen mega-360-Grad-Blick ueber das Zentrum und die Straende von Cape Town sowie die Bergkette „12 Apostel“.
Riesig! Ein schoener Ausklang fuer dieses wundervolle verlaengerte Wochenende!

 

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Also, den Krueger plus Umland kann ich echt empfehlen! Andere Parks oder Botswana habe ich zwar nicht zum Vergleich. Aber es hat mir super gefallen! Viel mehr als CT! MPUMALANGA ist eben das echte Afrika! Das Land, die Menschen, die Staedte...
Und das Risiko, von einem Predator gefressen zu werden, ist mit Sicherheit geringer, als in CT ueberfallen zu werden. Ihr wisst, vovon ich rede?!
Jetzt freue ich mich auf alle Faelle riesig auf die Tour entlang der Garden Route an der Suedkueste Suedafrikas! Am 16. Juni geht es los!! Ich brauche unbedingt neue Filme!!!!!




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